CTS Gruppen- und Studienreisen GmbH
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Informieren Sie sich an dieser Stelle über Ihr Reiseziel. Wir halten alle relevanten Informationen für Sie bereit: Einreise und Fakten, Land und Leute, Gebräuche, Kulinarisches, Klima und Wetter, Gesundheit, Geld und Umtausch, Wichtige Adressen, Reisetipps und Reisehinweise
Einreise und Fakten
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Visumfrei für 90 Tage pro Halbjahr. Notwendig sind: gültiger Reisepass oder vorläufiger Reisepass (bei Flug auch gültiger Personalausweis), Rück- oder Weiterreisetickets (oder Kfz) sowie ausreichende Geldmittel.
ACHTUNG - Aktueller Hinweis - ÄNDERUNG IN DEN EINREISEBESTIMMUNGEN - Die bisherige Praxis, nach einer eintägigen Ausreise aus der Türkei einen erneuten Aufenthalt von 90 Tagen zu begründen, soll künftig durch die türkischen Behörden unterbunden werden. Für längere Aufenthalte wir daher dringend empfohlen, vor der Einreise ein türkisches Generalkonsulat zu kontaktieren und ggf. ein Visum einzuholen.
Landesdaten Telefon/Post Feiertage1. Januar (Neujahr), 23. April (Unabhängigkeits- und Kindertag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 19. Mai (Gedenken an Atatürk sowie Jugend- und Sporttag), 30. August (Siegesfest), 28. und 29. Oktober (Republikfest).
Islamische Feiertage 2011 (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!):
29. August bis 1. September (Fastenbrechen am Ende des Ramadan), 5. bis 9. November (Opferfest).
Der Ramadan dauert im Jahr 2012 vom 20. Juli bis zum 19. August (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).
Wöchentlicher Ruhetag ist der Sonntag.
Während des Ramadan, des islamischen Fastenmonats, kann das Geschäftsleben eingeschränkt sein.
Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Anfang September.
ÖffnungszeitenBanken: Mo bis Fr 8.30/9-18 Uhr (geöffnet für Kunden bis 16.30/17/17.30 Uhr), Mittagspause 12/12.30-13.30 Uhr, einige Filialen haben durchgehend geöffnet;
Behörden: Mo bis Fr 8.30/9-17 Uhr (persönliche Sprechzeiten bis 15.30/16 Uhr), Mittagspause 12.30-13 Uhr;
Büros: Mo bis Fr 9-12, 13-17 Uhr;
Geschäfte: Kleine Geschäfte sieben Tage durchgehend 8/9 Uhr bis 21/22 Uhr; Einkaufszentren und Shopping Malls sieben Tage durchgehend 10-22 Uhr;
Post: Mo bis Fr 8-12, 13-17 Uhr. In den größeren Städten und in manchen Touristenzentren sind Postämter für Teilbereiche (z.B. Telefon) auch bis 24 Uhr und So 9-19 Uhr geöffnet.
KleidungIm Sommer ist leichte Sommerkleidung ausreichend. Für die Abendstunden sollte man aber auch wärmere Sachen dabeihaben. Im Winter werden warme Kleidung, ein Wintermantel sowie festes Schuhwerk und Gummistiefel benötigt. Wichtig sind außerdem eine gute Sonnenbrille sowie ein Regenschutz für das ganze Jahr mit Ausnahme der Monate Juni bis September.
Legere Kleidung wird überall akzeptiert. Badekleidung und ähnliches gehört jedoch in die Ferienanlagen und an den Strand.
Land und Leute
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Bereits von 1900 bis 1200 v. Chr. entwickelte sich in Anatolien die erste Hochkultur des Landes. Im neunten und achten Jahrhundert v. Chr. errichteten die Phryger ein Königreich, das in Anatolien zu einer Vormachtstellung gelangte. Von der Mitte des sechsten Jahrhundert bis zum Jahr 333 v. Chr. gehörte der Großteil Kleinasiens, einschließlich Anatoliens, zum Perserreich. Dann wurde es vom Reich Alexanders des Großen abgelöst. Im zweiten und ersten Jahrhundert v. Chr. drangen die Römer nach Kleinasien ein. Nach der Teilung des Römischen Reiches im vierten Jahrhundert n. Chr. wurde Kleinasien Teil des Oströmischen Reiches (Byzantinisches Reich). Im elften Jahrhundert siegten die türkischen Seldschuken über die Byzantiner. Das Osmanische Reich, das im 14. Jahrhundert entstand, griff rasch auf Europa über. Stationen waren 1389 die Schlacht auf dem Amselfeld gegen die vereinigten Balkanfürsten, 1453 die Eroberung Konstantinopels, 1529 die vergebliche Belagerung Wiens und dann der allmähliche Rückzug, der bis ins 20. Jahrhundert dauerte. Seit 1883 wurde die türkische Armee von deutschen Offizieren ausgebildet. 1908 fand die Verschwörung der Jungtürken statt, die Sultan Abd ül Hamid II zur Anerkennung der 1876 erlassenen Verfassung zwang. Im Ersten Weltkrieg kämpfte die Türkei auf deutsch/österreichischer Seite. Als Folge des Krieges wurde das ehemalige Weltreich auf Kleinasien und Istanbul reduziert.
Nach Abschaffung des Sultanats proklamierte Mustafa Kemal (Atatürk) 1923 die Republik. Ankara wurde zur Hauptstadt ernannt. Kemal nahm grundlegende Reformen in Angriff, wie die Trennung von Staat und Religion, das westeuropäische Rechtssystem oder die rechtliche Gleichstellung der Frau. Nach dem Tod Atatürks 1939 setzte ein Demokratisierungsprozess ein. Im Zweiten Weltkrieg blieb die Türkei neutral. Nach dem Krieg schloss sich die Türkei dem westlichen Bündnissystem an und trat der NATO bei. Durch mehrere Phasen von Militärdiktaturen unterbrochen (1960/61, 1971-1973, 1980-1982) setzte sich der Demokratisierungsprozess in der Türkei fort.
WirtschaftDie meisten Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Exportiert werden in erster Linie Tabak und Baumwolle, aber auch Weizen, Zitrusfrüchte, Oliven. Die Türkei verfügt über viele Bodenschätze, auch die Erdölförderung mit einer eigenen Raffinerie spielt eine große Rolle.
Der Hauptdevisenbringer ist der Tourismus, der enorme Zuwachsraten zu verzeichnen hat.
Religion99 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Islam. Die Mehrzahl sind Sunniten. Im Südosten des Landes lebt eine große Anzahl von Schiiten. Sehr geringe Anteile haben das Christen- und Judentum.
VegetationIn Ostthrakien und Westanatolien ist Mittelmeervegetation charakteristisch. Landeinwärts geht sie in einen lichten Kiefern- und Eichenwald über. In Inneranatolien dominiert eine karge Steppenvegetation. Die Gebirge sind weitgehend bewaldet, im Taurus z.B. mit Schwarzkiefern, Zedern, Eichen und Wacholder, im Pontischen Gebirge mit Buchen und Eichen sowie Wacholder.
TierweltWölfe, Füchse, Wildkatzen, Hyänen, Schakale, Rotwild, Bären, Marder und Bergziegen kommen in entlegeneren Gegenden vor. Neben zahlreichen einheimischen Vogelarten wie Wildgänsen, Rebhühnern und Wachteln gibt es am Bosporus Raubvögel, u. a. Adler, Bussarde und verschiedene Falkenarten. Im Meer werden Bonitos (eine Thunfischart), Makrelen und Barsche, im Schwarzen Meer vor allem Anchovis gefangen.
Gebräuche, Kulinarisches
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Türkische Bäder ("hamam") können ohne weiteres auch von Touristen besucht werden. Die notwendigen Ausstattungen (Badeschuhe, Shampoo, Rubbelhandschuh) können in jedem Bad auch geliehen werden. In türkischen Bädern baden Frauen und Männer zu getrennten Zeiten oder in getrennten Abteilungen. Fast völlig entkleidet, mit Badeschuhen ausgestattet, kann auch der Tourist die wohlige Atmosphäre im "hamam" genießen. Nach dem Bad kommt der Bademeister oder die Bademeisterin zum Rubbeln und Massieren. Nach dieser angenehmen Körperpflege - es gehört zum Prinzip des Bades, dass sich der Besucher verwöhnen lässt, hat der Tourist viel von der orientalischen Badekultur gelernt. Moderne Hotelanlagen bieten meist ebenfalls ein "türkisches Bad", in dem jedoch Männer und Frauen gemeinsam baden - es hat mit einem echten "hamam" wenig gemeinsam.
SouvenirsIn einem Bazar kann man neben allen Konsumgütern auch handwerkliche Arbeiten und Gebrauchsgegenstände finden. Zu den beliebten Kaufobjekten gehören Teppiche, Silberwaren, Schmuck und Lederwaren. Brillengestelle namhafter Firmen sind ebenso günstig wie Jeans, T-Shirts oder andere Baumwollprodukte. Handgeknüpfte Teppiche sind in türkischen Wohnungen echte Schmuckstücke, die selbstverständlich nie mit Schuhen betreten werden. Sie dienen auf dem Boden als Sitzgelegenheit für Gäste, die in türkischen Häusern immer willkommen sind. Ein typisches Andenken ist auch das "tavla" (Backgammon)-Spiel. Schöne Holzkästen lassen sich erwerben. Es gibt sehr schönen Gold- und Silberschmucke. Die Preise orientieren sich am Tagespreis für Gold bzw. Silber. Da für die Verarbeitung nur wenig berechnet wird, ist der Schmuck deutlich günstiger als in Deutschland. Es fehlt oft der in der Türkei nicht obligatorische Goldstempel.
Duty FreeKlima und Wetter
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Auf Grund der geografischen Lage hat die Türkei kein einheitliches Klima.
Istanbul hat gemäßigtes Klima; heiße Sommer (gelegentlich bis 40°C), jedoch weht ständig ein frischer Wind vom Meer her. Die durchschnittliche Temperatur während der heißesten Monate Juli und August beträgt 28-30°C. Im Winter fällt das Thermometer hier fast nie unter 4°C, es ist nasskalt.
Entlang der türkischen Riviera (von Antalya bis Iskenderun) herrscht fast das ganze Jahr über subtropisches Klima. Im Sommer ist die durchschnittliche Temperatur etwa 30°C, im Winter 12 bis 15°C.
Das Landesinnere (Hochland von Anatolien und Thrakien) hat ein ausgesprochen kontinentales Klima: heiße Sommer (bis 40°C), kalte Winter (bis minus 28°C). Im Winter liegt oft länger als drei Monate Schnee. In Ankara beträgt die durchschnittliche Temperatur im Sommer 23°C, im Winter minus 5°C.
Beste ReisezeitFrühling und Herbst.
Gesundheit
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Keine.
Empfohlene ImpfungenHepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.
Informationen zur Malaria Ärztliche HilfeANTALYA: Dr. Zafer Kayacan (spricht Deutsch), Hizir Reis Cad. 5,, Antalya, Tel. (0242) 242 80 34, E-Mail: zakayacan@ixir.com;
ISTANBUL:Dr. Erhan Sayali (spricht Deutsch), Taksim Hastonesi, 2 Dahiliye Servisi, Siraselviler Beyoglu,, Istanbul, Tel. (0212) 252 43 00;
IZMIR:Dr. Emin Yeginboy (spricht Deutsch), Mimar Sinan Caddesi No. 24/4,, Izmir, Tel. (0232) 46 46 669-70;
ANKARA:Dr. Mustafa Cinar, Tunus Cad. Sümer Apt. 8/6, Atatürk Bulvari 167/6,, Ankara, Tel. (0312) 418 60 94.
Geld und Umtausch
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Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremd- oder Landeswährung im Gegenwert von über 5.000 US-$.
Ausfuhr Fremdwährung: bis zum Gegenwert von 5.000 US-$ (einschließlich Landeswährung) bzw. in Höhe der deklarierten Einfuhr.
Ausfuhr Landeswährung: bis zum Gegenwert von 5.000 US-$ (einschießlich Fremdwährung) bzw. in Höhe der deklarierten Einfuhr.
Umtausch: Es ist ratsam, größere Geldbeträge erst in der Türkei umzutauschen. Es ist mit ständigen Geldabwertungen zu rechnen.
Alle Umtausch- und Einkaufsbelege müssen als Nachweis für den legalen Umtausch aufbewahrt werden.
Internationale Kreditkarten: Ja - werden von großen Hotels, verschiedenen Geschäften, internationalen Autovermietern und teilweise an Tankstellen akzeptiert. Auch mit der ec-/Maestrokarte kann bei vielen Händlern und Dienstleistungsunternehmen und an den Tankstellen der internationalen Ketten bezahlt werden.
Geldautomat: Ja - ec-/Maestro-Karte bei den Banken in Großstädten und in den Ferienorten an der Küste.
ACHTUNG: Bei Zahlung mit ec-/Maestro-Karte ist Vorsicht vor Betrügern geboten, die versuchen, unbemerkt die Karte des Reisenden zu kopieren und den dazugehörigen PIN-Code auszuspähen, um dann mit gefälschten Karten an Geldautomaten Geld abzuheben. Reisenden wird daher geraten, bei Zahlung ihre ec-/Maestro-Karte stets im Auge zu behalten und die Geheimnummer nur verdeckt einzugeben. Bei Benutzung von ec-/Maestro- und Kreditkarten mit PIN-Code in Wechselstuben wird zur Vorsicht geraten.
Reiseschecks: Ja - Reiseschecks werden problemlos eingelöst.
Wichtige Adressen
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ANTALYA: Dr. Zafer Kayacan (spricht Deutsch), Hizir Reis Cad. 5,, Antalya, Tel. (0242) 242 80 34, E-Mail: zakayacan@ixir.com;
ISTANBUL:Dr. Erhan Sayali (spricht Deutsch), Taksim Hastonesi, 2 Dahiliye Servisi, Siraselviler Beyoglu,, Istanbul, Tel. (0212) 252 43 00;
IZMIR:Dr. Emin Yeginboy (spricht Deutsch), Mimar Sinan Caddesi No. 24/4,, Izmir, Tel. (0232) 46 46 669-70;
ANKARA:Dr. Mustafa Cinar, Tunus Cad. Sümer Apt. 8/6, Atatürk Bulvari 167/6,, Ankara, Tel. (0312) 418 60 94.
Reisetipps
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Istanbul
Eine Städtereise nach Istanbul führt in eine lange und reiche Vergangenheit, war doch die Stadt, die Europa und Asien verbindet, Hauptstadt dreier Weltreiche: des Römischen Reiches (Byzanz), des Byzantinischen Reiches (Konstantinopel) und des Osmanischen Reiches (Istanbul). Als einzige Stadt auf unserem Globus erstreckt sie sich über zwei Kontinente. Aus dem Stadtbild ist heute besonders die osmanische Zeit nicht mehr wegzudenken. Die Silhouette der Stadt ist durch Kuppeln und Minarette bestimmt. Daneben zeigt sich aber auch die Widersprüchlichkeit Istanbuls. Herrscht im Stadtteil Fatih ein traditionell orientalisches Leben, zeigen die modernen Shopping Malls eher das Bild einer westlichen Stadt.
Istanbul hat zahlreiche, höchst interessante Sehenswürdigkeiten. Die Schwierigkeit für Touristen besteht darin, dass man sich in ein paar Tagen gar nicht alles anschauen kann, was Istanbul zu bieten hat. Darum sollte man eine Auswahl treffen und sich Zeit für seine Präferenzen nehmen! Die berühmtesten Attraktionen der Stadt sind zweifelsohne die Hagia Sophia, das wohl symbolträchtigste Bauwerk Istanbuls, die Sultan Akmet Camii oder Blaue Moschee sowie die Hohe Pforte und der Topkapi-Palast als Ausdruck des osmanischen Reiches. Zahlreiche Museen wie das Archäologische Museum, das Museum für türkische und islamische Kunst sowie das Topkapi-Palast Museum bieten einen anschaulichen Einblick in die Geschichte und Kultur der Stadt.
Wer es lieber etwas ruhiger und weniger überlaufen möchte, sollte durch das "frömmste" Viertel Istanbuls, das Eyüp Viertel, oder durch das kosmopolitische Viertel Galata schlendern. Sehenswerte Geheimtipps sind auch das Chora Kloster im Stadtteil Kariye mit seinen wertvollen Mosaiken, der Versunkene Palast (Yerebatan Sarayi) in der Nähe des Sultan-Ahmed-Parks, eine riesige Zisterne aus dem 6. Jahrhundert und der Beylerbeyi Palast (am "asiatischen Pfeiler" der 1973 erbauten Bosporus-Brücke), in dem die Sultane im ausgehenden 19. Jahrhundert lebten.
Am Bosporus boomt die Wirtschaft, hier herrscht reger Handel. Istanbul ist daher auch eine Einkaufsstadt, in der man besonders gut traditionelles Kunsthandwerk einkaufen kann. Zu den beliebtesten Einkaufszentren gehören Kapali Carsi, ein in der Altstadt gelegenes Labyrinth von Ladenstraßen und die orientalischen Basare. Neben dem Großen Basar ist der kleine Gewürzbasar, auch Ägyptischer Basar genannt, für eine Shopping-Tour sehr zu empfehlen.
In den letzten Jahren ist die Millionen-Metropole enorm gewachsen und mehr als die Hälfte der Menschen lebt in Vierteln, die nicht durch staatliche Planung entstanden sind. Wenn der Tourist davon auch wenig merkt, lassen sich die Folgen dieser Entwicklung nicht immer verbergen: Luftverschmutzung, Wassermangel und eine schlechte Wasserqualität, Lärm, Müllprobleme und Verkehrschaos.
Wem dies zu viel wird, kann Ruhe und Entspannung in den Wäldern und an den Stränden der näheren Umgebung Istanbuls finden.
Troja
Nordägäis - Izmir - Pergamon - Troja
Die Nordägäis mit der Stadt Izmir bietet ein breites Reiseangebot, das von weltbekannten Ausgrabungsstätten wie Troja und Pergamon bis hin zu türkisch geprägten Ferienzentren wie Akçay, Ayvalik oder Faço reicht. Im Hinterland liegt die osmanisch geprägte Stadt Manis und die Münzstadt Sardes.
Izmir, die größte Hafenstadt der Türkei, liegt in einer halbmondförmigen Bucht an der ägäischen Küste. Die Stadt war und ist der Ausgangspunkt für Reisen zu den bekannten historischen Stätten. Für Shopping-Freunde ist der Bazar der Stadt vor allem wegen seiner Gold- und Schmuckläden einen Besuch wert. Bevor man in den umliegenden Orten Ausschau hält, sollte man Izmir einmal von oben betrachten. Die Festung Kadif Kale (Samtburg) bietet einen großartigen Blick auf die Stadt und den Hafen.
Für einen kulturellen Tagesausflug von Izmir aus bietet sich das rund 105 km entfernte Bergama an. Die kleine, reizvolle Marktstadt ist vor allem wegen seiner antiken Anlage des antiken Pergamon bekannt. Das antike Prestigeobjekt der Attaliden ist wegen seiner herausragenden Lage auf einer steilen Akropolis heute wohl einer der schönsten Orte der Türkei. Auf dem Höhepunkt der Macht im 2. Jahrhundert v. Chr. konkurrierte die Stadt mit Alexandria als Zentrum der Gelehrsamkeit. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Akropolis mit ihren fünf Königspalästen, die Bibliothek und der Tempel der Athene. Das berühmte Theater ist in einen steilen Berghang hineingebaut. Auch das Asklepieion, eine bemerkenswerte medizinische Stätte unterhalb der Akropolis, ist eine Besichtigung wert. Die offizielle Besichtigung Pergamons beginnt auf dem Oberen Burgberg. Es ist aber auch möglich, zu Fuß durch die obere Altstadt von Bergama zur Serpentinenstraße zu gelangen und von dort dem Pfad auf die Akropolis zu folgen.
Die zweite berühmte Ausgrabungsstätte in der Nordägäis, Troja, liegt ca. 317 km vom Izmir entfernt. Troja ist wohl die bekannteste türkische Ausgrabungsstätte. Dies liegt nur zum Teil an der "Ilias" von Homer (Troja hieß bei den Griechen "Ilion") - insbesondere für Deutsche wurde Troja bekannt duch den Hobbyarchäologen Heinrich Schliemann. Schliemann fand den legendären Schatz des Priamos, der sich heute in russischem Besitz befindet.
Troja besteht aus nicht weniger als neun Siedlungsschichten. Der älteste Bau war eine Burg aus den Jahren 3000-2600 v. Chr. In der zweiten erweiterten Siedlung, die 2300 v. Chr. durch einen Brand zerstört wurde, lebten ca. 3 000 Menschen. Aus dieser Zeit sind wertvolle Funde erhalten, u.a. der Schatz des Priamos. Es folgen Phasen von mehr ärmlichen Siedlungen. Das "Ilion" Homers, in der Schicht 7a, wurde nach 1300 v. Chr. erbaut und um 1200 v. Chr. ebenfalls von einem Feuer vernichtet. Dies stimmt mit der Sage um den Trojanischen Krieg und der Einnahme Trojas von den Griechen überein. Im Anschluss folgten weitere Siedlungen, deren letzte mit dem Goteneinfall 262 n. Chr. zerstört wurde. In dieser letzten Stadt, bei der eine Unterstadt eingegliedert wurde, lebten 40 000 Menschen.
Der Ausgrabungshügel ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet, vor Ort sind Schautafeln angebracht, Videos geben eine Einstimmung auf den Rundgang. Die wertvollsten Funde von Troja sind allerdings in den Museen von Istanbul und Çanakkale zu sehen.
Südägäis
An der Südägais liegen die weltberühmten Ruinen von Ephesus, die Städte Priene (mit ihrer fantastischen Lage über der Schwemmlandebene des Büyük Menderes) und Milet mit dem imposanten Theater sowie der Tempel von Didyma. Es gibt aber auch viele traumhafte Sandstrände und einige befinden sich abseits der Touristenzentren, so zum Beispiel die Dotça-Halbinsel, Ören östlich von Bodrum und die Karaburun-Halbinsel. An der Küste entlang ziehen sich außerdem viele kleine Buchten, die wegen fehlender touristischer Infrastruktur noch weitgehend unberührt sind.
Lykien
In der Region Lykien sind neben schönen Stränden hauptsächlich die von dem Volk der Lykier hinterlassenen Gräber sehenswert. In Fethiye, das auch durch seine beeindruckende Lage viele Touristen anzieht, können lykische Felsgräber im Osten der Stadt besichtigt werden. Steinsarkophage sind überall im Ort verstreut zu entdecken. Neben der Kultur kommen im Olympos-Nationalpark zwischen Finike und Antalya auch Naturliebhaber auf ihre Kosten. Er bietet neben den Ruinenstädten Phaselis und Olympos auch das mächtige Massiv des Tahtali Dagi (im Altertum Olympos genannt), dichte Wälder und schöne Meeresbuchten. Wanderer können in der dünn besiedelten Landschaft längere Spaziergänge unternehmen und sich dann an stillen Buchten oder am Strand von Olympos erholen.
Türkische Riviera
Die Südküste zwischen Antalya und Antakya, die auch "Türkische Riviera" genannt wird, bietet Ruinen jeder Größe, u.a. die Ruinen von Termessos, Perge, Aspendos und Side, weite Strände und Bergmassive. Das größte Touristenzentrum der Südküste Antalya ist zugleich eine der größten Städte der Türkei und Wirtschaftmetropole der Region. Sehenswert sind hier die Altstadt mit gut erhaltenen osmanische Erkerhäusern und dem Kesik-Minarett, der alte Hafen und das archäologische Museum mit beeindruckenden Exponaten aus der Antike. Alanya, eine der touristischsten Städte der Türkei, wird gekrönt von dem 250 Meter hohen Burgfelsen mit den Ruinen des alten Alanya und der mittelalterlichen Festungsanlage. Am Westrand des Burgfelsens liegt die Damlatas-Tropfsteinhöhle, die besichtigt werden kann. Östlich von Alanya nimmt der internationale Massentourismus ab. Ab Mersin trifft man vorwiegend türkische Urlauber. Eine Ausnahmen bildet Kiz Kalesi, das sich mit seinen feinen Sandstränden und der Inselfestung zu einer Hochburg des türkischen Badetourismus entwickelt hat. Besucher, die sich für Basars interessieren oder landestypische Souvenirs kaufen möchten, sollten einen Besuch in Antaky, dem früheren Antiochia, nicht versäumen.
Segeln
Die abwechslungsreiche türkische Küste ist mit ihren unzähligen Buchten, Inseln und küstennahen Ruinenstätten für Segler wie geschaffen. Die Küste ist manchmal bis zum Ufer mit Pinien gesäumt, manchmal von schroffen Felsen umgeben.
Besonders zwischen Izmir und Antalya ist die Küste reich an kleinen Buchten und Meeresarmen, die zum Ankern einladen. Die Wassertiefe an der türkischen Küste beträgt allgemein 10-12 Meter, gefährliche Riffe sind auf jeder Seekarte vermerkt.
Windverhältnisse: In der mittleren und südlichen Ägäis weht um die Mittagszeit ein Wind aus nordwestlicher Richtung. Dieser "Meltem" legt sich meist über Nacht. Es gibt selten Tage mit wenig Wind. Im Gebiet des Golfs von Antalya wechseln sich See- und Landbrisen aus süd- bis südwestlicher bzw. nördlicher Richtung ab. Nord- und Westwinde im Frühling, Südwinde im Herbst und Winter.
Auskunft: Verband der Yachtbetreiber (Yat Isletmeleri Dernegi), Eski Cesme Mak. Firkateyn Sok. 37, 48400 Bodrum, Telefon (252)316 23 98, Fax (252) 316 16 01.
Türkische Thermalbäder
Es gibt in der Türkei über 1.000 Thermalquellen. Die größte Thermalschwimmhalle der Türkei liegt zehn Kilometer westlich von Izmir (Balcova). Das Wasser (62°C) ist für Trink- und Badekuren geeignet, wirkt schmerzstillend und krampflösend und hilft bei rheumatischen und gynäkologischen Beschwerden.
Die Quelle von Balikli Cermik, 17 km nordöstlich von Sivas, enthält Fische, die bei Hauterkrankungen, besonders Schuppenflechte, die Haut "säubern". Daneben findet das Wasser Anwendung bei Rheuma und gynäkologischen Beschwerden.
Reisehinweise
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Aktuelles:
In der türkischen Region Kemer im Südwesten von Antalya erlitten durch eine Detonation am Strand am 28. August 2011 einige Personen leichte Verletzungen. Der Strand wird vorwiegend von ausländischen Touristen besucht. Derzeit gibt es noch keine weitere Informationen, wie es zu der Explosion kommen konnte.
Nach verschiedenen Anschlägen der Terrororganisation "Partya Karkeren Kurdistan" (PKK) und anderer militanter Gruppen gegen Zivil-, Militär- und Polizeieinrichtungen, u.a. in Stadtteilen Istanbuls, sind die Sicherheitsvorkehrungen im gesamten Land weiterhin auf einer sehr hohen Stufe. In der gesamten Türkei besteht grundsätzlich Terrorgefahr, auch für nicht-militärische Ziele. Bestimmte Teile der Türkei sind generell wegen hohen Risikos gesperrt.
Die "Freiheitsfalken Kurdistans", eine Unterorganisation der PKK-Kurdenrebellen", drohen, dass sie zukünftig auch Urlaubsgebiete und zivile Einrichtungen als Angriffsziele betrachten.
Bei Reisen in den Osten und Südosten der Türkei ist aufgrund von PKK-Aktivitäten mit einem deutlich erhöhten Terrorrisiko zu rechnen. Straßenkontrollen und Militärpräsenz sind gang und gäbe.
Das Ausmaß der Gewaltkriminalität ist verhältnismäßig gering, allerdings mit leicht zunehmender Tendenz. Besondere Vorsicht, insbesondere im Umgang mit wenig bekannten Personen und an einsamen Orten ist angebracht.
Auf Wertsachen sollte grundsätzlich immer geachtet werden, besonders beim Verlassen von Fahrzeugen.
Taschendiebstahl ist vorwiegend in Istanbul an der Tagesordnung. Menschenansammlungen sollten auch deshalb gemieden werden.
Aktuell wird vor der Gefahr durch den Genuss von gepanschtem Alkohol gewarnt. Grundsätzlich sollte nur Alkohol in Originalverpackung und mit Lizenzierung (erkennbar am TAPDK-Logo auf dem Flaschendeckel und an einer unbeschädigten, blau-türkisfarbene Banderole) gekauft werden.
Weitere Informationen zur Sicherheitssituation in der Türkei sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes zu finden.
Allgemeine VorsichtsmaßnahmenÖFFENTLICHE SICHERHEIT: Politische Stellungnahmen gegenüber der türkischen Regierung sollten unbedingt vermieden werden, ebenso Sympathiebekundungen mit terroristischen Organisationen.
STRAßENVERKEHR: Im Straßenverkehr besteht grundsätzlich ein hohes Unfallrisiko, was bei Dunkelheit noch verstärkt wird (z.B. durch fehlende Beleuchtung). Übernachtungen im Auto sollten nur auf bewachten Park- oder Campingplätzen stattfinden.
FOTOGRAFIEREN/FILMEN: Fotografien von Personen sollten nur mit deren persönlicher Erlaubnis gemacht werden. Fotografierverbot besteht in unmittelbarer Nähe militärischer Einrichtungen.
In Museen ist das Filmen und Fotografieren oft nur gegen eine Gebühr erlaubt. Für das professionelle Fotografieren in Moscheen ist eine Genehmigung des Vakiflar Genel Müdürlügü einzuholen. In Sonderfällen kann man sich mit dem zuständigen Priester (Imam) in Verbindung setzen.
RAMADAN: Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan variiert von Jahr zu Jahr (2011: von ca. 1. August bis ca. 30. August). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.
DROGEN: Der Besitz oder der Handel von/mit Rauschgift oder Narkotika wird sehr streng bestraft. Es drohen langjährige Gefängnisstrafen, wobei türkische Gefängnisse absolut nicht westeuropäischen Vorstellungen entsprechen.
RAUCHVERBOT: Das Rauchen ist verboten in allen öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln und Einkaufszentren sowie in Sportstadien und Krankenhäusern. Das Verbot gilt ebenso für geschlossene Räume in Restaurants, Kaffeehäusern, Bars und Diskotheken. Im Freien auf einer Terrasse oder im Garten einer Gaststätte darf allerdings nach wie vor geraucht werden. Wer gegen das Gesetz verstößt, muss mit einer Strafe von umgerechnet 35 Euro rechnen. Ein auf der Straße weggeworfener Zigarettenstummel kostet 12,50 Euro. Die Einhaltung der Regeln wird landesweit von rund 5.000 Kontrolleuren überwacht.
SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.
Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.