Inklusion auf Klassenfahrt

Gemeinsam lernen – gemeinsam reisen

Reisen mit CTS


Klassenfahrten und Reisen mit Jugendgruppen sind für Kinder und Jugendliche wichtige und prägende Erlebnisse. 

Das intensive Zusammenleben in der Gemeinschaft fördert die sozialen Kompetenzen des Einzelnen und den Zusammenhalt in der Gruppe. Insbesondere vor dem Hintergrund der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und der damit einhergehenden Inklusion ist es von besonderer Bedeutung, allen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung die Teilnahme an Klassenfahrten und Reisen von Jugendgruppen zu ermöglichen.


Dieser Prozess stellt Schulen und insbesondere die Lehrer vor neue Herausforderungen. Hier bietet CTS den Lehrern und Schulen umfangreiche und qualifizierte Unterstützung an.


Die Beratung und Planung einer inklusiven Reise durch CTS umfasst alle Leistungen, angefangen von der Wahl des geeigneten Beförderungsmittels, der richtigen Unterkunft bis hin zur Planung des Programms vor Ort.

CTS hat sämtliche Ziele und Unterkünfte auf ihre Eignung geprüft. Dabei wurden auch Unterkünfte in die Auswahl aufgenommen, die nicht in jeder Hinsicht den modernen Anforderungen barrierefreien Bauens entsprechen, sich aber durch ihre attraktive Lage, Geschichte und behinder tengerechte Zimmer sowie erleichterte Zugangsmöglichkeiten auszeichnen.


Bitte informieren Sie uns direkt bei der Anfrage über die individuellen Anforderungen und Wünsche Ihrer Gruppe. Wir setzen uns dann direkt mit Ihnen in Verbindung, um alle für die Planung und Durchführung relevanten Punkte in Erfahrung zu bringen und Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot zu erstellen.

Projekt „Einfach weg – inklusives Kinder- und Jugendreisen“

CTS hat erfolgreich an dem von der „Aktion Mensch“ und der „Stiftung Jugendmarke“ geförderten Projekt teilgenommen. Im Rahmen des Projekts wurde das Angebot an inklusiven Reisen für Schulen evaluiert und weiterentwickelt. Ebenfalls im Rahmen des Projekts, wurden die Mitarbeiter von CTS fortgebildet, um praxisnahe Hilfen im Hinblick auf die Planung und praktische Organisation von inklusiven Reisen zu geben.

Informationen zur An- und Abreise

Busreise
CTS arbeitet bundesweit mit zahlreichen Unternehmen zusammen, die über geeignete Fernreisebusse verfügen. Die Ausstattung reicht von Hebevorrichtungen oder Rampen, über spezielle Sitze für Rollstuhlfahrer bis hin zu barrierefreien Toiletten. Da das Angebot an diesen Fahrzeugen nach wie vor begrenzt ist, bitten wir Sie uns bereits mit Ihrer Anfrage zu informieren, welche Voraussetzungen der Reisebus für Ihre Gruppe erfüllen muss.


Flugreise
Alle europäischen Airlines sind verpflichtet Reisende mit eingeschränkter Mobilität/Behinderung zu befördern. Bitte informieren Sie uns bereits mit Ihrer Anfrage über Umfang der Mobilitätseinschränkung/Art der Behinderung. Unsere Mitarbeiter werden sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen und alle benötigten Angaben erfragen.

Bahnreise
Die Bahn bietet Reisenden mit eingeschränkter Mobilität/Behinderung umfangreiche Serviceleistungen. Bitte geben Sie uns bereits bei der Anfrage bekannt, welche Voraussetzungen für die Reise Ihrer Gruppe erfüllt sein müssen. Wir prüfen dann direkt, ob der von Ihnen gewählte Abfahrts- und Zielbahnhof bzw. die zur Verfügung stehenden Züge diese Voraussetzungen erfüllen und setzen uns direkt mit Ihnen in Verbindung, um ggf. weitere Angaben zu erfragen.


Fähre
Die Fährgesellschaften bieten auf Ihren Schiffen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität/Behinderung barrierefreie Kabinen und Bereiche an. Bitte teilen Sie uns direkt bei Anfrage mit, welche Voraussetzungen für Ihre Gruppe erfüllt sein müssen.

Kundenstimmen

Kursfahrt nach London, Juli 2016

Sehr geehrte Frau Vollstädt,

wir sind bereits seit einer Woche wieder zurück aus London und ich möchte Ihnen eine kurze Rückmeldung geben.
Auf unserer Reise hat alles wunderbar geklappt, auch was unsere Schülerin im Rollstuhl betrifft. Beim Flug und auch bei den gebuchten Veranstaltungen war en die zuständigen Personen immer vorbereitet und sehr zuvorkommend. Das von Ihnen ausgesuchte Hostel kann auch weiter empfohlen werden (ruhige Lage, gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, opulentes englisches Frühstück, hilfreiches Personal).
Ich möchte mich nochmals bedanken für Ihr offenes Ohr während der Planungsphase und die exzellente Vorbereitung der Reiseunterlagen.

Wir werden sicher auch bei zukünftigen Schulfahrten wieder auf Sie zu kommen.

Sonthofen, 08.08.2016

Fahrt eines Deutsch Leistungskurses nach Wien, Juni 2012

Sehr geehrte Frau Hahn/Frau Bäumer,

vorab sollte ich erwähnen, dass ich das Wochenende vor dem 1. Mai für eine Vorexkursion nach Wien genutzt habe. Ich kannte Wien bis dato nur aus Reiseprospekten und es schien mir ratsam, die Örtlichkeiten besser kennenzulernen, bevor ich mit meinen Kursteilnehmern die Reise antreten würde. Die Rat- und Orientierungslosigkeit einer Reisebegleitung, die im Fall einer Schülerreise aufsichtspflichtig ist, hinterlässt auf Schülergruppen einen wenig vorteilhaften Eindruck. Insofern war es Gewinn bringend, vor der Zeit das öffentliche Verkehrssystem Wiens und die Transportmöglichkeiten vom Flughafen zur Innenstadt auskundschaftet zu haben. Desgleichen war es vorteilhaft, Wochen im Voraus Kontakt mit dem Burgtheater und der Volksoper aufgenommen zu haben. Rechtzeitige Planung ermöglicht günstigere Ticketpreise wie auch eine bessere Auswahl bei den gewünschten Veranstaltungen.

Eine der Besonderheiten dieser Kursfahrt lag darin, dass eine Schülerin sich nur mithilfe eines Rollstuhls bewegen konnte. Jenny war auch in der Schule auf die Hilfe ihrer Betreuerin angewiesen, sodass alle anderen Schüler um die besonderen Notwendigkeiten beim Transport wussten. Dank der Vermittlung von Frau Hahn von CTS wurden Jenny und ihre Begleiterin am Frankfurter Flughafen in Empfang genommen und auf sicherem Weg zum Flugzeug begleitet. Selbiges lässt sich über die Ankunft am Flughafen in Wien, ebenso wie für die Rückreise fünf Tage später nach Frankfurt sagen.

Bereiteten die Schnellbahnen in und um Wien keinerlei Probleme für Rollstuhlbenutzer, so muss darauf hingewiesen werden, dass einige der Straßenbahnen (insbesondere die älteren Modelle) ohne tätige Mithilfe von anderen nicht für Rollstühle ausgelegt sind. Die Schüler des Kurses erkannten hier sehr schnell die Notwendigkeit anzupacken und es gehört zu den vielen erfreulichen Erfahrungen dieser Fahrt, dass Jenny und ihrer Begleiterin infolge dieser mangelnden technischen Ausstattung keinerlei Nachteile entstanden sind.

Die U-Bahn Stationen in Wien sind sämtlich über Aufzüge zugänglich. Man sollte hier allerdings immer zusätzliche Zeit einräumen, denn die Lifte, die sich alle in einwandfrei sauberem Zustand befanden, waren nicht immer auf den ersten Blick ausfindig zu machen. Besonders an großen U-Bahn Stationen konnte es passieren, dass wir die Station im Umkreis ablaufen mussten, bis wir endlich den Aufzug gefunden hatten. In einem Fall hat dies fast eine Viertelstunde an Zeit in Anspruch genommen. Hier wären Hinweisschilder sicher hilfreich gewesen. Dennoch bleibt festzustellen, dass die Stationen sämtlich mit Aufzügen ausgestattet sind und dass sich diese in einem gut gewarteten Zustand befanden.

Auch die Unterkunft im Hotel Meininger „Downtown Sissi“ bereitete keine Probleme. Jenny und ihrer Begleiterin wurde sogleich ein Rollstuhl gerechtes Zimmer zur Verfügung gestellt und die Hotellifte funktionierten reibungslos. 
Ein besonderes Lob verdient sicher die Rücksichtnahme auf die Notwendigkeiten von Rollstuhlfahrern in den Häusern der Volksoper und des Burgtheaters. Auch in den Museen Leopold und Mumok wurde alles getan, damit Rollstuhl Benutzer den vollen Umfang der Ausstellung besichtigen können. Auch die dort gelegenen Bistros und Cafés bieten Rampen für Rollstühle, sodass die gastronomischen Einrichtungen wie auch die sanitären Anlagen gut zugänglich waren. Einzig der Besuch des Beethoven Frieses wäre ohne die tatkräftige Unterstützung von Schülern, die Jenny im Rollstuhl über Treppen gehoben haben, nicht möglich gewesen.

Es sind insbesondere Situationen wie die letztgenannte, die mich im Hinblick auf diese Kursfahrt ein so positives Fazit ziehen lassen. Die Kursteilnehmer haben sich allesamt sehr gut auf die besonderen Anforderungen eingestellt, die sich aus der Teilnahme einer Schülerin ergeben haben, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Die Tatsache, dass jemand auf einen Rollstuhl angewiesen ist, sollte nicht als Hinderungsgrund für die Teilnahme an einer Kurs- oder Klassenfahrt betrachtet werden. Im Gegenteil, bietet die Notwendigkeit sich auf diese besondere Situation einzustellen, doch immer wieder Gelegenheit über die eigenen Bedürfnisse hinaus auch die Situation anderer Menschen zu bedenken, für die Fortbewegung nur unter gewissen Voraussetzungen möglich ist. Kursfahrten beinhalten fachliche Inhalte des Lernens. Darüber hinaus geben sie eine Vielzahl anderer Möglichkeiten sich mit alltäglichen Anforderungen des Lebens zu arrangieren. Gegenseitige Rücksichtnahme eines jeden für andere Teilnehmer einer Reisegruppe kann nicht hoch genug veranschlagt werden.

Dr. Thomas Liesemann, Hanau