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Fahnen in Europa

Nützliches und Interessantes

Reiseinformationen Irland


Informationen zu Einreisebestimmungen sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise finden Sie auf den Seiten des auswärtigen Amts. Für Personen mit anderer als der deutschen Staatsangehörigkeit gelten abweichende Einreisebestimmungen. Detaillierte Informationen zur Einreise erhalten Sie bei den entsprechenden Botschaften.

Land und Leute

Lage

Die Republik Irland nimmt rund 80 Prozent der Fläche der Insel Irland ein. Dazu gehören auch die beiden an der Westküste liegenden Inselgruppen Achill Islands und Aran Islands. Die Republik grenzt im Norden und Nordosten an das britische Nordirland; im Osten bilden die Irische See und der St. Georgskanal und im Süden und Westen der Atlantische Ozean die natürliche Landesgrenze.

Fläche: 70.273 km².

Verwaltungsstruktur: 4 Provinzen (Leinster, Munster, Connacht und Ulster) mit 26 Grafschaften (Counties) und 4 sogenannten County-Boroughs.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 4,6 Millionen

Städte:
Dublin/Baile Atha Cliath (Hauptstadt) ca. 525.400
Cork/Corgaigh ca. 119.000
Galway/An Ghaillimh ca. 75.400
Tallaght 71.500
Limerick/Luimneach ca. 56.800
Waterford/Port Laírge ca. 46.800

Sprache

In Irland wird Englisch und Irisch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -1 Stunde.

Da auch in Irland Sommerzeit gilt, bleibt der Zeitunterschied bestehen.

Klima

Klimainformationen

Irland hat ein gemäßigtes Klima; es herrscht weder starke Hitze noch große Kälte. Die Sommer sind kühl. Die wärmste Zeit sind die Wochen im Juli und August. Es herrschen dann durchschnittlich Temperaturen von 15-16°C.

Der irische Winter ist milder als der des europäischen Festlandes. Im kältesten Monat, Februar, werden im Durchschnitt Temperaturen von 4-6°C gemessen.

Beste Reisezeit

Die schönste Zeit zum Reisen ist von Mai bis Anfang September.

Sehenswertes

Dublin

Dublin, die Hauptstadt der Republik Irland, ist eine Stadt des Wandels und der Kontraste. Aus der einst unscheinbaren Metropole hat sich in den letzten zehn Jahren eine schillernde, vielfältige, moderne und aufregende und dennoch durch die Tradition jahrtausendealter Literatur und Musik geprägte Großstadt entwickelt. Die beeindruckende Architektur reicht von mittelalterlichen über georgianische bis hin zu ganz modernen Stilrichtungen. Dublin ist eine Gründung der Wikinger und wichtiger Ausgangspunkt der Christianisierung Europas. Dieser Geschichte verdankt die Stadt viele ihrer Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise das Dublin Castle und das Malahide Castle. Berühmte Schriftsteller, allen voran James Joyce, und Musiker, von den Dubliners über Chris De Burgh bis zu U2, stehen für die Kreativität und Vitalität der Stadt. In den thematischen Museen wie dem Writers Museum, dem James Joyce Museum and Centre und Shaws Birthplace, kann man der Geschichte der Literatur nachgehen. Die sieben Bibliotheken der Stadt beherbergen heute knapp neun Millionen Bücher. Dublins berühmteste Firma ist sicherlich die Guinness Brauerei, aber auch die Gebrüder Lever begründeten hier mit "Sunlight" ihr Seifen-Imperium.

Das pulsierende Leben Dublins wird vor allem während der Festivals in Temple Bar, dem kulturellen und historischen Zentrum Dublins, spürbar. Auf der Grafton Street, einer der schönsten Fußgängerzonen der Welt, findet man sicher das ein oder andere schöne Mitbringsel. Neben Dublin selbst lohnt sich auch der Besuch der Umgebung wie die Dubliner Berge im Südwesten oder die kilometerlangen Sandstrände im Südosten und Nordosten, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sind. Golfen, Reiten, Fischen und Tontaubenschießen sind die klassischen Freizeitsportarten, die im Umland von Dublin angeboten werden.

Ring of Kerry

Im Südwesten Irlands streckt sich die Halbinsel Iveragh in den Atlantik. Die berühmte Panoramastraße "Ring of Kerry" ist 158 km lang und in einer Tagestour zu schaffen. Dennoch sollte man aufgrund der ungewöhnlichen Schönheit, leider aber auch wegen des dichten Verkehrs zur Hauptsaison, die Tour auf zwei Tage ausgedehnen. Angenehm ist ein Beginn der Tour in Kenmare.

Killarney

Die Seen von Killarney liegen eingebettet in eine Landschaft von Bergen und Hügeln im Südwesten Irlands. Traditionell gibt es hier schon seit dem 19. Jahrhundert Tourismus und heute etwa 6.000 Gästebetten. Neben der beeindruckenden Landschaft gibt es natürlich auch sehenswerte Gebäude. In besonders schönen Rhododendronanlagen steht das Muckross House, in dem einige Räume besichtigt werden können. Fünf km südlich von Killarney liegt die Ruine einer Franziskanerabtei, Muckross Friary, die sehr gut erhalten ist und auch im Obergeschoss besichtigt werden kann.

Angeln in Irland

Irland ist eines der klassischen Länder des Angelsports dank der zahlreichen Seen und Flüsse. Hochseeangeln ist im Westen und Süden Irlands ideal, hier kann Angelgerät von Frühjahr bis Herbst auch gemietet werden. Für den Fang von Forellen und Lachs wird eine Lizenz benötigt, die man in Angelgeschäften oder in einigen Hotels bekommen kann. Schonzeiten, die meist von Ende August bis Anfang Januar dauern, müssen beachtet werden. Andere Fische können gebührenfrei und über das ganze Jahr ohne Schonzeit geangelt werden.

Bootstourismus

Bevorzugte Gebiete sind der Shannon, der Lough Erne und der Grand Canal. In den Sporthäfen liegen über 500 Kabinenkreutzer zur Vermietung bereit. Die Handhabung der Boote ist völlig unproblematisch, ein Bootsführerschein ist nicht erforderlich. Durch die geringe Geschwindigkeit beträgt die durchschnittliche Strecke 50 km pro Tag. Der Shannon ist interessant durch die vielen Schleusen. Der Grand Canal ist idyllischer, die Boote sind jedoch deutlich schmäler. Einen großen Komfortgewinn bietet die Mitnahme von Fahrrädern, die direkt beim Bootsverleih ebenfalls gemietet werden können. Da die Ortschaften nicht direkt an den Marinas liegen, kann man sich so mühsame Fußmärsche zum Einkaufen oder auch zur Besichtigung von Sehenswürdigkeiten ersparen. Gleichzeitig bietet die abendliche sportliche Betätigung einen guten Ausgleich zum gemütlichen Bootsleben.

Verhaltenshinweise

Landesspezifisches

Iren sind höflich, freundlich und humorvoll. Ihr Humor ist vielfach aufbrausend und lauter als z.B. der Humor der Briten. Iren sind stolz auf ihr Land und mehrheitlich im katholischen Glauben verwurzelt.

Iren bevorzugen direkten Blickkontakt. Man begrüßt sich mit Händeschütteln. In der Regel geht man schnell zum Vornamen über. "Sir" und "Madame" werden nur noch selten gebraucht.

Visitenkarten sollten gleich bei der Vorstellung überreicht werden. Geschäftstreffen werden mit Small Talk eingeleitet. Die Kommunikation verläuft sehr direkt.

Verhandlungen verlaufen in Irland meist unbürokratisch. Man sollte sich vom herzlichen Charakter im Geschäftsleben aber nicht täuschen lassen. Die Teilnehmer bereiten sich auf die Gespräche gut vor. Zu schnelle Abschlüsse sollten aber nicht erwartet werden. Die Teilnahme an Business-Netzwerken ist in Irland sehr wichtig.

Es herrscht eine strenge Hierarchie in den Unternehmen. Auf Respekt und Gehorsam gegenüber Vorgesetzten und Führungskräften wird Wert gelegt. Untergeordnete Mitarbeiter zeigen oft nur wenig Initiative und müssen entsprechend motiviert werden.

Pünktlichkeit und die Einhaltung von Zusagen werden in Irland sehr geschätzt.

Grundsätzlich legt man in Irland Wert auf korrekte Kleidung. Bei offiziellen Anlässen wird Wert auf formelle Kleidung gelegt. Frauen sollten sich nie zu freizügig kleiden.

"Ein Fremder ist ein Freund, dem man bisher noch nicht begegnet ist", lautet ein irisches Sprichwort. Iren sind für ihre Gastfreundschaft und Ungezwungenheit gegenüber Fremden berühmt. Ein obligatorischer Gang in einen Pub wird sich wohl kaum ein irischer Geschäftspartner nehmen lassen.

Trinken ist Teil der irischen Kultur. Ein Pint Guinness zu trinken gehört für viele zur täglichen Routine. Im Sommer ist "cider" (Apfelwein) oft eine Alternative. Wenn man bei Einladungen einen Drink angeboten bekommt, gilt es als extrem unhöflich diesen abzulehnen. Eine Ausnahme besteht bei gesundheitlichen Problemen, die man erwähnen sollte.

Geschäftsgeschenke gehören weniger zur irischen Kultur. Bei Einladungen nach Hause ist ein kleines Mitbringsel aber angebracht und gern gesehen.

Iren unterhalten sich gern. Umstrittene Bereiche sollten aber vom irischen Gesprächspartner selbst angesprochen werden. Sport als Thema ist äußerst beliebt. Auch allgemeine geschichtliche Themen kommen gut an.

In Gesprächen sollten Vergleiche mit Großbritannien unterlassen werden. Die Briten zu loben ist ein Fehler, den ein Ire nicht so leicht verzeiht. Auch den Nordirland Konflikt sollten Besucher nicht von sich aus ansprechen.

Religion spielt in Irland noch eine große Rolle. Offizielle Landesreligion ist der Katholizismus.