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Reiseinformationen Island

Nützliches und Interessantes


Informationen zu Einreisebestimmungen sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise finden Sie auf den Seiten des auswärtigen Amts. Für Personen mit anderer als der deutschen Staatsangehörigkeit gelten abweichende Einreisebestimmungen. Detaillierte Informationen zur Einreise erhalten Sie bei den entsprechenden Botschaften.

Land und Leute

Lage

Die Inselrepublik Island liegt im Nordatlantik nahe dem Polarkreis (zwischen dem 63. und 67. Breitengrad Nord und dem 13. und 25. Längengrad West), und zwar etwa 970 km westlich von Norwegen, 800 km nordwestlich von Schottland und 290 km östlich von Ostgrönland.

Fläche: 102.829 km²; größte Nord-Süd-Entfernung 300 km, größte Ost-West-Entfernung 500 km.

Verwaltungsstruktur: 8 Regionen, 122 Landgemeinden.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 319.600

Städte:
Reykjavík (Hauptstadt) ca. 118.000
Kópavogur ca. 31.200
Hafnarfördur ca. 26.500
Akureyri ca. 17.600
Reykjanesbaer ca. 14.000

Sprache

Die Amtssprache ist Isländisch. In Hotels und im Geschäftsverkehr spricht man auch Englisch, Dänisch und etwas Deutsch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -1 Stunde.

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied -2 Stunden.

Klima

Klimainformationen

Das Klima Islands ist durch die spezielle Lage zwischen dem warmen Golfstrom und dem benachbarten kalten, eisführenden Ostgrönlandstrom bestimmt. Insgesamt ist es kälter als in Mitteleuropa. Das Klima der Nordküste und das der Berggebiete, speziell in Gletschernähe, ist rauer als das der Südküste. Die Fjorde bleiben eisfrei. Das westliche und südliche Küstengebiet weist infolge warmer Südwestwinde trotz hoher nördlicher Lage noch ein verhältnismäßig günstiges Klima auf. Die Winter sind mild, aber sehr stürmisch; die Sommer ozeanisch kühl mit häufigen Regenfällen.

Die in der Hauptstadt Reykjavík gemessenen Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen -1°C im Januar und 11°C im Juli.

Von Ende Mai bis Anfang August ist im Norden fast 24 Stunden lang Tageslicht. In Reykjavík liegen zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang etwa 2 Stunden.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit liegt von Mitte Mai bis Mitte September.

Sehenswertes

Reykjavík

Reykjavík, die Hauptstadt Islands, ist die nördlichste Hauptstadt der Welt und zugleich Start und Schlusspunkt nahezu jeder Islandreise. Um ein "typisches" Städtereiseziel zu sein, ist Reykjavík zu klein und zu weit abseits gelegen. Aber als Ergänzung zu "Natur pur", einem typischen Island-Urlaub eben, oder für einen Stopover-Aufenthalt auf dem Weg in die USA lädt die Stadt mit dem Charme einer "kleinen, bunten Großstadt" mit Wikinger-Geschichte, Hafen und Thermalfreibädern ein. Seit November 1998 ist Reykjavík auch offiziell ein Heilbad.

Reykjavik ist eine weltoffene, junge und lebendige Stadt mit einer hohen Lebensqualität. Sie vereinigt als Hauptstadt eines Landes, in dem Ballungsgebiete mit Millionenzahlen nur in den riesigen Vogelkolonien der Meeresklippen zu finden sind, die Annehmlichkeiten des Großstadtlebens, ohne deren Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen zu müssen. Die Stadt zeichnet sich durch saubere Luft und Weite aus - große Teile des Stadtgebiets bestehen aus Einfamilienhäusern und Villen. Die Architektur hat unter anderem aus Finnland, Spanien, Deutschland und Japan ihre Anregungen erhalten. Im Stadtbild fällt neben der über Reykjavik thronenden Hallgrímskirkja das Rathaus und Perlan, eine Halbkugel, die auf sechs riesigen Heißwassertanks ruht, ins Auge.

Das kulturelle Angebot bietet ein buntes Kaleidoskop von Musik, Theater und Film. Das reichhaltige Konzertprogramm reicht von klassischen Aufführungen bis zu Popkonzerten. Das Freizeitangebot für Jung und Alt umfasst die gesamte Palette an Naturerlebnissen wie Skifahren, Reiten, Golf, Gletschertouren, Klettern, Wandern, Segeln, Wildwasserfahren, Hochseeangeln und Schwimmen. Sieben Thermalschwimmbäder, mit 28-30 °C warmem Wasser, nennt die Stadt ihr Eigen. Die Umgebung lädt zu weiteren Aktivitäten ein. Tagesausflüge zum Geothermalgebiet von Geysir und zu den Gullfoss Wasserfällen, den Vogelfelsen der Westmännerinseln, zu den Gletschern und Vulkanen Islands oder zur Walbeobachtung werden von Reykjavík aus angeboten.

40 Autominuten von der Stadt entfernt, liegt die Blaue Lagune, ein künstlicher Mineral- und Thermalsee, der sich als Nebenprodukt einer benachbarten Wärmetauschanlage zum Top-Ausflugsziel Islands entwickelt hat.

Halbinsel Reykjanes

Der südlichste Zipfel Islands bietet für geologisch Interessierte mit seinen zahlreichen Vulkankratern und Verwerfungen reiches Anschauungsmaterial. Die Vogelfelsen locken Vogelfreunde an, Angler können an den Seen der Halbinsel ihrem Sport nachgehen. Auf den uralten Hauptverbindungen liegen mehrere Wanderwege. 1996 wurde der Reykjavegur angelegt, eine Wanderroute, die sich von der Steilküste am Kap Reykjanes im Südwesten bis zum aktiven Vulkangebiet Hengil im Osten erstreckt. Die 130 Kilometer lange Strecke ist in Abschnitte von 14 bis 20 Kilometer unterteilt, die alle in einer Tageswanderung bewältigt werden können. Hütten und Zeltplätze sollen noch errichtet werden.

Südosten

Der Südosten Island ist durch kaum bewachsene Sand- und Kiesebenen geprägt, die auch als Sander bezeichnet werden. Sie waren bis vor kurzem ein unüberwindbares Hindernis. Die östlich gelegenen Höfe galten als die abgelegensten in Island überhaupt. An mehreren Stellen ragen Inselberge aus den Ebenen auf. Richtung Osten liegt die Eislandschaft des Vatnajökull-Gletschers, dessen Eisschild 8 Prozent Islands überdeckt und der den höchsten Berg Islands (2.119 m) umschließt. Der 1967 eingerichtete und 1984 erweiterte Nationalpark Skaftafell ist mit seinen Moränen, Lavasäulen und Wasserfällen, besonders dem Lavasäulenwasserfall Svartifoss, eine der Hauptattraktionen Islands. Am Rande des Vatnajökull liegen kalte, lagunenartige Gletscherseen, z.B. der Fjallsárlón oder der Jökulsárlón. Im Nationalpark kann man Wanderungen in die Gletscherwelt unternehmen. Längere Touren sollten beim Campingplatz oder beim Parkwächter angemeldet werden.

Goldener Zirkel

Das südwestliche Tiefland, dichtbesiedelt und fruchtbar, wird als "Goldener Zirkel" bezeichnet. Heute befinden sich in dieser Region einige der Hauptattraktionen Islands von Thingvellir über die Springquelle Geysir und den Wasserfall Gullfoss bis zum einstigen Bischofssitz Skálholt. Hier kommen sowohl historisch und kulturell Interessierte als auch Naturliebhaber auf ihre Kosten. Kein Ort auf Island ist so eng mit der Geschichte Islands verbunden wie Thingvellir, wo die Stammesfürsten im Jahr 930 das erste Althing abhielten.

Quer durch das südliche Tiefland geht es zu zwei weiteren Glanzpunkten: Dem Wasserfall Gullfoss und zu einer der bekanntesten Springquellen der Welt, dem Stóra-Geysir (Großer Geysir), der heute aber nicht mehr aktiv ist. Dafür sprüht aber in unmittelbarer Nähe der Strokkur alle zehn bis 15 Minuten eine Wasserfontäne in die Luft. Der ehemalige Bischofssitz Skálholt (nicht mehr als ein großer Gutshof) ist, wie auch Thingvellir von großer historischer Bedeutung, konzentrierten sich hier doch über Jahrhunderte hinweg Macht und Bildung. Hier wurde die erste Schule des Landes gegründet. Sehenswert ist die Kirche, die seit ihrem ersten Bau um 1153 n. Chr. bis heute zwölf Mal neu errichtet wurde.

Verhaltenshinweise

Landesspezifisches

Island ist mit etwa 300.000 Einwohnern sehr dünn besiedelt.

Isländer sind zurückhaltend. Sie drängen sich nicht auf. Wer sie kennen lernen möchte, sollte den ersten Schritt tun. Sie sind aber freundlich, hilfsbereit und interessiert.

Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Eine höfliche Anrede ist in Island nicht üblich - man spricht sich ganz offiziell mit dem Vornamen an.

Isländer arbeiten hart - es wird gesagt, dass sie die längsten Arbeitstage in Europa haben.

Was Pünktlichkeit betrifft sind Isländer nicht so penibel.

Isländer sind gern zu Hause. Das Leben nach Feierabend spielt sich weniger in der Öffentlichkeit ab.

Bei Einladungen nach Hause sollten die Schuhe ausgezogen werden. Diese Sitte wird auch in Jugendherbergen, Schwimmbädern und anderen Einrichtungen gepflegt. Es ist üblich einen Blumenstrauß mitzubringen oder einen Tag vor der Einladung einen Strauß mit Karte zukommen zu lassen.

Nach einer Einladung ist es üblich, sich beim Gastgeber mit einem Händedruck zu bedanken.

Mehrmaliges und höfliches Bedanken für eine Einladung ist selbstverständlich.

In Restaurants und Cafés sollte man darauf achten, nicht zu häufig Kaffee nachzunehmen. Zwei Tassen sind die Regel.

Im Sprachgebrauch achten die Isländer darauf, dass Sie keine internationalen Wörter und Ausdrücke übernehmen. Diese werden in der eigenen Sprache umschrieben.