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Fahnen in Europa

Nützliches und Interessantes

Reiseinformationen Italien


Informationen zu Einreisebestimmungen sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise finden Sie auf den Seiten des auswärtigen Amts. Für Personen mit anderer als der deutschen Staatsangehörigkeit gelten abweichende Einreisebestimmungen. Detaillierte Informationen zur Einreise erhalten Sie bei den entsprechenden Botschaften.

LAnd und Leute

Lage

Die Republik Italien grenzt im Westen an Frankreich, im Norden an die Schweiz und Österreich, im Osten an Slowenien und wird im Südwesten, Süden und Südosten vom Mittelmeer eingerahmt.

Zu Italien gehören auch die beiden großen Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien.

Fläche: 301.302 km².

Verwaltungsstruktur: 20 Regionen; Sonderstatus für die 5 Regionen Aostatal, Friaul-Julisch-Venetien, Sardinien, Sizilien, Trentino-Südtirol.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 60,8 Millionen

Städte:
Rom (Hauptstadt) ca. 2,7 Millionen (mit Vororten ca. 4,4 Millionen)
Mailand ca. 1,25 Millionen
Neapel ca. 947.800
Turin ca. 872.800
Palermo ca. 653.200
Genua ca. 591.800
Bologna ca. 375.900
Florenz ca. 355.300
Bari ca. 316.700
Catania ca. 293.500
Venedig ca. 264.000
Verona ca. 254.600
Messina ca. 240.100
Triest ca. 202.500

Sprache

Die Landessprache ist Italienisch. In einigen Gebieten wird Deutsch bzw. Französisch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Klima

Klimainformationen

Italien erstreckt sich vom Brenner-Pass bis zur Südspitze Siziliens. Während Oberitalien noch im mitteleuropäischen Klimabereich liegt (kalte Winter), beginnt in der Po-Ebene das gemäßigte-subtropische Übergangsklima. Die Mitte und der Süden des Landes sind durch mild-feuchte Winter und trocken-heiße Sommer gekennzeichnet.

Beste Reisezeit

Italien hat das ganze Jahr über Saison.

Sehenswertes

Rom

Rom, die Hauptstadt der Republik Italien und der Region Latium, etwa 20 Kilometer vom Tyrrhenischen Meer landeinwärts gelegen, ist die klassische Städtereise-Metropole. Die römische Lebensart und das Interesse an Kunst, Geschichte und Religion sind wohl die wichtigsten Gründe für einen Besuch der "Ewigen Stadt". Eine Münze in die Fontana di Trevi werfen, das Kolosseum und das Kapitol besichtigen, die Rast auf der Spanischen Treppe, die Vatikanstadt mit Petersplatz, Petersdom, Vatikanischen Museen und Sixtinischer Kapelle besuchen, die Katakomben an der Via Appia Antica ansehen - all das gehört seit Generationen zu einem Rombesuch wie das abendliche Essen im Restaurant oder der Einkaufsbummel in den Boutiquen und auf den Straßenmärkten.

Rom war Jahrtausende lang der kulturelle Mittelpunkt Europas und Schauplatz bedeutender geschichtlicher Ereignisse. Nach der Gründungssage wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus und Remus gegründet. Romulus brachte später seinen Zwillingsbruder Remus um. Die Zwillinge waren nach der Sage die Kinder des Mars mit einer Vestalin. Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt und dann von dem Hirten Faustulus am Velabrum unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden. Die historisch nachweisbare Besiedlung der römischen Hügel lässt sich aber bis in das 14. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgen.

Die Entwicklung Roms zur Hauptstadt der größten und perfektesten politischen Organisation der Antike erreichte ihren Höhepunkt unter Kaiser Augustus (27 v.Chr. bis 14 n.Chr.). Die wechselvolle Geschichte, die in einer Verheerung der Stadt zur Zeit der Völkerwanderung und späterer Ereignisse endete (im 14. Jahrhundert hatte die Stadt noch 20.000 Einwohner), ist heute noch in den zahllosen Bauwerken der Stadt sichtbar. Rom gleicht einem einzigen Freilichtmuseum. Das historische Zentrum der Stadt, die Vatikanstadt und die Kirche "San Paolo fuori le Mura" wurden in die Liste der schützenswerten Kulturgüter der UNESCO aufgenommen. In den kleinen Gassen und Straßen der Innenstadt kann man tagelang untertauchen und das römische Leben abseits der Touristenströme studieren.

Der Tiber (Tevere) ist mit 405 Kilometern Länge nach dem Po der zweitlängste Fluss des Landes und durchzieht von Norden nach Süden in drei Windungen die Stadt. Am linken Ufer erheben sich die sieben Hügel, auf denen das alte Rom erbaut wurde. Am Stadtrand liegt der mit 0,44 Quadratkilometern kleinste eigenständige Staat der Welt, die Vatikanstadt, die der Sitz des Papstes und der Kurie ist.

Heute ist Rom ein wichtiges Wirtschafts- und Handelszentrum mit regem politisch-administrativem, kulturellem und künstlerischem Leben. Die zahllosen sehenswerten Museen und Sammlungen spiegeln die Geschichte der "Ewigen Stadt" und Italiens eindrucksvoll wider. Das Nachtleben spielt sich weitgehend im Freien ab. Nur in den Wintermonaten sind Kneipen und Musikclubs begehrte Anziehungspunkte. Im Sommer finden zahlreiche Festivals und Open-Air-Veranstaltungen statt.

Venedig

Venedig gilt als eine der faszinierendsten Städte der Welt. Trotz der Touristenmassen von zwölf bis 15 Millionen Menschen jährlich, der horrenden Preise, der Umweltprobleme und der Abwanderung der Bevölkerung hat die Stadt in der Lagune noch immer nichts von ihrem Zauber verloren.

Die märchenhafte Wasserstadt, die von 177 Kanälen durchzogen wird, ist ein einzigartiges Kunst- und Freilichtmuseum. Die prächtigen Palazzi, prunkvollen Baudenkmäler, Kirchen und Klöster hinterlassen bei jedem Besucher einen prägenden Eindruck. Zentraler Hauptplatz und touristischer Anziehungspunkt ist die Piazza di San Marco mit der berühmten Basilica di San Marco und dem majestätischen Palazzo Ducale. Vernetzt sind die Sehenswürdigkeiten, öffentlichen Plätze und Stadtteile durch ungefähr 3.000 Fußwege und fast 400 Brücken. Die Ponte di Rialto, die Ponte dell' Accademia und die Ponte Scalzi überspannen den berühmtesten Wasserboulevard der Stadt, den Canal Grande. Doch trotz aller Romantik sind die Stadt und die Lagune stark gefährdet. Die Millionen Holzpfähle, auf denen die Gebäude und Paläste erbaut sind, werden von den hochgiftigen Abwässern der Industrie zernagt. Dazu verschärfen eine Klimaänderung sowie ein steigender Meeresspiegel die Situation. Die tiefsten Stellen der Lagunenstadt, wie zum Beispiel die Piazza di San Marco, werden mehrmals im Jahr überschwemmt und die Stadt wird kontinuierlich im Wasser versinken, falls keine geeignete Lösung zu ihrer Rettung gefunden wird.

Die Geschichte von Venedig begann, als sich im fünften Jahrhundert Veneter auf der Flucht vor germanischen Stämmen in der Lagune niederließen. Im Mittelalter nahm die Stadt einen gigantischen Aufschwung und war Jahrhunderte lang die mächtigste Seerepublik der europäischen Welt. In gewaltigen Expansionszügen wurde die jugoslawische Adria bis tief ins östliche Mittelmeer und das Festland bis zu den Alpen unterworfen. Der Venezianer Marco Polo fand den Weg ins ferne China. Damit konnte Handel mit den fernöstlichen Gewürzen und Genussmitteln betrieben werden. Ein ungeheurer Reichtum breitete sich in Venedig aus, der bis heute in den prunkvollen Palästen und Bauwerken der Stadt zu erahnen ist. Berühmtheit erlangte Venedig auch durch seine Gondeln, die Glasereien von Murano, den Belcanto (italienischen Operngesang), den Karneval und das jährliche Internationale Filmfestival.

Besucher, die etwas mehr Zeit mitbringen und das Stadtgefüge aus allen Perspektiven erlebt haben, sollten unbedingt die Inseln in der Lagune von Venedig besuchen. Die bekanntesten sind Murano, Burano und Torcello sowie der Lido di Venezia.

Ligurien

Ligurien ist ein schmaler Landstreifen, der den Golf von Genua am westlichen Mittelmeer umfasst. Das Gebiet, das wegen seines milden sonnenreichen Klimas sehr beliebt ist, gilt seit jeher als Ort für einen angenehmen Winteraufenthalt. In den Fremdenverkehrsorten wurden viele Pflanzen eingeführt, wie Palmen oder Magnolien. In dem milden Klima wird die Blumenzucht betrieben. Der Blumenmarkt von San Remo zählt zu den bekanntesten Europas.

Das Wahrzeichen von Genua, der wichtigsten Hafenstadt Italiens, ist der Leuchtturm. Die noch vorhandenen Adelspaläste geben ein Bild vom Reichtum der Stadt im 16. und 17. Jahrhundert. Sehenswert sind u.a. der Palazzo Ducale (Dogenpalast), die Kathedrale San Lorenzo, die romanische Kirche Santa Maria di Castello sowie das Museum für ostasiatische Kunst (Museo Chiossone) mit Werken aus Japan, China und Thailand. Bordighera, eleganter Bade- und Luftkurort, hat eine malerische Altstadt. Auch der 1,5 Kilometer entfernte Botanische Garten (Giardino Esotico Pallanco) in Madonna della Ruota ist einen Besuch wert.

Portofino erfreut sich bei Reisenden wegen seiner landschaftlich schönen Lage und seiner mediterranen Pflanzenwelt großer Beliebtheit. Da der Ort von Touristen überlaufen ist, sollte man ihn in den frühen Morgenstunden besuchen.

Rapallo ist der größte Badeort der Region, in dem Wassersportler voll auf ihre Kosten kommen.

Auch in San Remo, dem bekanntesten Urlaubsort an der Riviera, herrscht im Sommer reger Badebetrieb. Charakteristisch für die Altstadt ist das Gewirr von Gassen. Interessant ist auch die Villa Nobel, die heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

Sizilien

Die größte Insel im Mittelmeer ist mit ihrer Hauptstadt Palermo eine autonome Region. Die Insel ist gebirgig und von Vulkanismus geprägt. Der Ätna an der Ostküste ist mit seinen 3.300 m Höhe der größte noch tätige Vulkan in Europa. Schöne Landschaften und gute Strände (besonders an der Nord- und Ostküste) sowie viele antike Denkmäler haben den Tourismus in den letzten Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftszweig werden lassen. Die Insel lässt sich auf einer Rundfahrt (etwa 930 Kilometer) erkunden. Die Hauptstadt Palermo, eine eher moderne Stadt, hat besonders schöne Gärten und Anlagen (z.B. der Park Villa Bonanno) zu bieten. Außerdem sehenswert ist die Kathedrale mit den Königs- und Königinnengräbern, die Capella Palatina, die Piazza Pretoria mit dem Rathaus und der Kirche La Martorana sowie das Teatro Massimo aus römischer Zeit. Auch ein Bummel durch den Hafenbereich lohnt sich.

Die Ostküste ist die reichste und am häufigsten besuchte Region der Insel. Der meistbesuchte Urlaubsort Siziliens ist Taormina. Glanzpunkt der Ostküste ist zweifelsohne der Ätna, den man mit einer Schmalspurbahn in ca. vier Stunden umrunden kann. Auch mit dem Auto ist eine Rundfahrt möglich.

Der Südosten Siziliens allein wäre wegen seiner wunderschönen Landschaft und den reizvollen Städten schon eine Reise wert. In Siracusa mit seinen bedeutenden Altertümern lassen sich schon zwei bis drei Tage verbringen. Die Hauptsehenswürdigkeiten verteilen sich auf Ortigia (Piazze Pancali, Archimede und Duomo sowie Castello Maniace), den Archäologischen Park in Neapolis (Teatro Greco, Latomie und Anfiteatro) und Tyche (Basilica e Catacombe di San Giovanni, Museo Archeologico). Im Hinterland von Siracusa ist die Totenstadt Pantàlica mit ihren Grabhöhlen interessant. Die Schlucht von Anapo bietet gute Wandermöglichkeiten.

Der Westen Siziliens, der von Touristen seltener besucht wird, hat durchaus Attraktionen zu bieten wie beispielsweise die Ruinen von Selinute, die in Nachbarschaft zum Badeort Marinella liegen, oder die schöne Stadt Erice, deren Ortsbild sich seit dem Mittelalter kaum verändert hat.

An der Nordküste mit ihren steil ins Meer abfallenden Bergen und den schönen Sand- und Kiesstränden (zwischen Cefalú und Milazzo) kommen Badefreunde auf ihre Kosten. Highlights sind die Lagunenstrände unterhalb des Heiligtums Tindari.

Sardinien

Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel des Mittelmeeres und liegt ungefähr 190 km vom Festland entfernt, von der französischen Nachbarinsel Korsika trennen sie nur 12 km.

Ein beliebtes Reiseziel ist Sardinien vor allem wegen ihrer kontrastreichen Küste. Neben langen weißen Sandstränden findet man kleine Buchten, Steilküsten und bizarre Felsformationen. Zu den bekanntesten Küstenabschnitten zählt die Costa Smeralda bei Olbia im Norden der Insel.

Das gebirgige Inselinnere lädt zu Ausflügen oder Wanderungen ein. Hochplateaus, Tafelberge, Vulkankegel und tiefe Schluchten bilden das Rückzuggebiet vieler seltener Tierarten. Die größten Höhen werden im Gennargentu-Massiv erreicht.

Unter den Bergen und entlang der Küsten gibt es unzählige Höhlen und Grotten, die zum Teil auch besichtigt werden können. Die Grotta di Nettuno an der Steilküste des Capo Caccia und die Grotta di Ispinigoli in der Nähe von Dorgali sind aufgrund ihrer Tropfsteingebilde besonders sehenswert.

Auch historisch und kulturell hat Sardinien viel zu bieten. Beeindruckend sind die sogenannten Nuraghen, kegelförmige Turmbauten, die aus der Bronzezeit stammen und vermutlich als Wehr- und Festungstürme dienten.

Phönizier gründen um 900 bis 700 v.Chr. erste Städte, darunter auch die heutige Hauptstadt Cagliari, damals Karali genannt. Unter den Römern erlebte sie eine Blütezeit. Das römische Amphitheater lohnt auf jeden Fall ein Besuch, aber auch das mittelalterliche Castello-Viertel sowie die Museen und Kirchen ziehen viele Touristen an.

Überhaupt überrascht auf Sardinien die große Zahl von Kirchen. Besonders ins Auge fallen die gestreiften Außenwände einiger romanischer Kirchen, die nach dem Pisaner Stil mit verschiedenfarbigen Steinquadern errichtet wurden wie z.B. die zwischen Sassari und Olbia gelegene Kirche Santissima Trinità di Saccargia.

Auch Sportler kommen auf Sardinien auf ihre Kosten; neben diversen Wassersportarten sind Radfahren, Reiten, Wandern, Klettern und Golfen sehr beliebt.

Liparische Inseln

Milazzo ist der Hauptfährhafen auf die Äolischen (Liparischen) Inseln Lipari, Vulcano, Salina, Panarea, Stromboli, Filicudi und Alicudi. Sie sind auch deshalb besonders reizvoll, weil sie bislang vom Massentourismus verschont blieben.

Ein besonderes Naturschauspiel bietet Stromboli mit dem gleichnamigen Vulkan, der noch heute die Erde erbeben lässt, und den man in etwa vier Stunden besteigen kann.

Toscana - Das Landschaftsbild

Für die Landschaft in Mittelitalien, zu der auch die Insel Elba und andere kleine Inseln gehören, sind Weinberge, Pinien und Zypressen charakteristisch. Die Toscana ist die Heimat des berühmten Chianti-Weines. Daneben werden Oliven, Getreide und Blumen angebaut. Besonders in den Kunststädten der Toscana Florenz, Siena und Pisa, in den Thermalbädern und den Badeorten entlang der Küste ist der Tourismus heute ein nennenswerter Wirtschaftsfaktor.

Neben der einzigartigen Landschaft sind die Sehenswürdigkeiten weltbekannt. Ihre Sammlungen, Galerien, Museen und Akademien machen die Toscana, insbesondere Florenz, zu einem Eldorado für Kulturinteressierte. Weitere interessante Orte der Toscana sind Prato mit seinen historischen Bauten im Zentrum und Arezzo mit seinen gut erhaltenen mittelalterlichen Bauwerken. Auf der Piazza von Arezzo findet einmal im Monat ein bekannter Antiquitätenmarkt (Mercato dell´Antiquariato) statt. Neben einem Kultururlaub kommen Wasser- und Wintersportfreunde und Wanderer in der Toscana auf ihre Kosten. Die Inseln des Toscanischen Archipels sind ein Paradies für Unterwassersportler. An den meisten Stränden ist Windsurfing möglich. Wintersportmöglichkeiten bietet Abetone im Appenin, der bekannteste Wintersportort der Toscana, während die sanften Hügelketten der Toscana zu Wanderungen einladen.

Florenz

Florenz, die Stadt im Arnotal, gilt zurecht als eine der großen italienischen Kunst- und Kulturstädte. Mit Michelangelo, Giotto, Brunelleschi, Donatello und Botticelli hinterließen einige der berühmtesten italienischen Künstler ihre Spuren in der Stadt.

Florenz wurde im 1. Jahrhundert vor Christus von den Römern als "Municipio Florentina" (d.h. die blühende Gemeinde), am Fuße des Hügels, auf dem sich noch heute die etruskische Stadt Fiesole befindet, gegründet.

Als Stadtstaat aus dem Mittelalter hervorgegangen, gewann Florenz im 15. und 16. Jahrhundert eine führende Stellung innerhalb Italiens. Viele wichtige kulturelle Strömungen in Italien gingen von "Firenze" aus. Unter der Herrschaft der Medici, einer reichen Kaufsmannsfamilie, die Kunst und Wissenschaft förderte, entwickelte sich Florenz zum Zentrum der Renaissance und des Humanismus. Von 1865 bis 1871 war Florenz die Hauptstadt des italienischen Königreichs.

Die Stadt zeigt sich heute nüchtern - die Paläste wirken von außen eher schlicht und schroff. Innen sind sie dafür umso prunkvoller ausgestattet. Die erstaunliche Fülle von Kunstschätzen und Sehenswürdigkeiten, die bedeutsame Geschichte, die zahlreichen kulturellen Festivals und Veranstaltungen und die reizvolle Umgebung der Toskana machen Florenz zu einem äußerst beliebten touristischen Ziel. 6,5 Millionen Touristen pro Jahr treiben allerdings auch die Preise in den Hotels, Restaurants und Museen in die Höhe.

Siena

Auch in Siena, 70 Kilometer südlich von Florenz, begegnet dem Besucher Geschichte auf Schritt und Tritt. Besonders sehenswert sind u.a. die Piazza del Campo, der muschelförmige Vorplatz des Rathauses, der Dom als herrliches Denkmal gotischer Architektur mit seinem berühmten marmornen Fußboden sowie der Palazzo Piccolomini, einer der schönsten Frührenaissance-Paläste der Stadt. In der Umgebung der südlich von Siena gelegenen Stadt Grosseto liegt der Kurort Saturnia, eine der ältesten Siedlungen der Gegend. Hier sprudelt aus dem Swimmingpool des Hotels Terme di Saturnia, das von Besuchern gratis genutzt werden kann, eine Schwefelquelle mit 37,5 Grad warmen Wasser.

Pisa

Pisa, die einstige Seestadt, befindet sich durch Sediment-Ablagerungen des Arno heute zehn Kilometer landeinwärts. Sehenswert sind u.a. der Domplatz mit dem Dom, dem Schiefen Turm, dem Baptisterium und dem Camposanto. Auch einige Museen wie das Dom-Museum (Museo dell Opera del Duomo) oder das Museo Nazionale di San Matteo mit seiner Sammlung Pisaner Skulpturen vom 12. bis zum 15. Jahrhundert sind einen Besuch wert.

Verhaltenshinweise

Landesspezifisches

Trotz der Lebensfreude und Offenheit der Italiener sollten Besucher nicht davon ausgehen, dass man sich in Italien alles erlauben kann. Es gibt gewisse Regeln, an die man sich halten sollte. Italien ist kulturell anders geprägt als Deutschland und in mancher Hinsicht noch ein recht traditionelles Land. Die Traditionen sollte von Besuchern respektiert werden. Ehre und Stolz sind von besonderer Wichtigkeit.

Das Geschäftsleben in Italien ist je nach Region ganz unterschiedlich geprägt. In Norditalien geht es schneller und effizienter zu, während im Süden des Landes, dem so genannten "Mezzogiorno" etwas gelassener gearbeitet wird. Dieses gilt generell für das Geschäftsleben, noch mehr aber für den Umgang mit Behörden. Bei mittelständischen Familienunternehmen, die vor allem im nördlichen Teil des Landes sehr erfolgreich sein können, hat man es bei Geschäften oft mit mehreren Familienmitgliedern zu tun. Besonders gegenüber älteren Geschäftspartners sollte man extrem höflich sein.

Auch einzelne Städte weisen Besonderheiten auf. So tätigen Römer ihre Geschäfte anders als ihre Kollegen in Mailand oder Turin.

Daneben bestehen unterschiedliche Unternehmensformen wie multinationale Konzerne in den großen Städten oder private Familienunternehmen mit dem alten Familienoberhaupt oder Firmeninhaber an der Spitze. Sie sind mehr in der so genannten Provinz wie in Veneto, Emilia Romagna oder in der Toskana angesiedelt. Das starke Nord-Süd-Gefälle beeinflusst auch die Stellung der Frau. Im Norden ist sie im Job gleichberechtigt, während der Süden von Männern dominiert bleibt.

Körpersprache spielt eine größere Rolle als in Deutschland. Sie dient als Hilfsmittel der Kommunikation und ist ebenso wichtig wie ein Blickkontakt. Italiener sind laut und ausschweifend - auch bei geschäftlichen Treffen. Man muss sich auf fremde Verhaltensweisen einstellen. Es ist beispielsweise nicht ungewöhnlich, sondern gängige Praxis, dass die Teilnehmer der Besprechung alle gleichzeitig reden. Mimik und Gestik untermalen die Emotionen. Sprechpausen werden als unangenehm empfunden. Man sollte deswegen nicht ungehalten reagieren, wenn man unterbrochen wird und nicht auf längere Gesprächspausen warten, wenn man etwas zu sagen hat.

Italiener legen generell großen Wert auf persönliche Kontakte und Beziehungen. Wichtige Geschäfte werden in persönlichen Gesprächen verhandelt. Bedeutende Gespräche sollten daher anfangs nicht ausschließlich per Telefon oder E-Mail, sondern bei einem persönlichen Treffen erfolgen. Messen bieten dabei eine gute Gelegenheit zum Erstkontakt. Das Mittag- und Abendessen nimmt dabei ein große Bedeutung ein.

Briefpost und Faxe werden nicht immer beantwortet. Selbst auf E-Mails ist kein Verlass. Kenner der Szene empfehlen, sich die Handy-Nummer des Geschäftspartners geben zu lassen

Zu Beginn der Bekanntschaft begrüßt man sich mit Handschlag. Dabei erfolgt ein intensiver Blickkontakt. Frauen sollten den Männern die Hand zuerst zum Gruß reichen, Männer darauf achten, dass ihnen zunächst die Frau die Hand reicht. Schnell weicht der Handschlag aber einem Küsschen oder einer Umarmung. In Italien wird großer Wert auf Status und Titel gelegt. Titel werden gern und oft auch ohne Nachnamen verwendet wie beispielsweise "dottore", "professore", "ingegnere", "avvocato" oder "presidente" Sie sollten im Gespräch fortwährend benutzt werden.

Italiener kleiden sich im Geschäftsleben elegant mit einer klassischen Note. In der Öffentlichkeit bewegt man sich nicht in legerer Freizeitkleidung. Klassische, eher konservative Kleidung ist daher für Verhandlungen zu empfehlen. Auch heiße Sommertage sind für Geschäftsmänner kein Grund, auf das Sakko oder die Krawatte zu verzichten. Auch die Italienerinnen legen großen Wert auf Kleidung. Sie sind ausgesprochen elegant und chic gekleidet, vermeiden grelle Farben und auffallende Muster. Badekleidung gehört an den Strand.

Als Geschäftssprache kommt man in den großen Zentren wie Rom, Mailand und Turin mit Englisch weiter. In traditionellen Wirtschaftssektoren ist das Englisch der Geschäftspartner öfters eher unzureichend. Daher sollte man einen oder mehrere Dolmetscher in die Gespräche einbeziehen.

Das Thema Pünktlichkeit wird in Italien etwas lockerer gehandhabt. Im Geschäftsleben sollte man aber halbwegs pünktlich sein, eine kleine Verspätung wird aber gerne verziehen. Bei privaten Einladungen ist es ratsam zehn bis 20 Minuten zu spät zu kommen.

In Italien macht man Geschäfte mit Menschen, die man sympathisch findet. Eine ungezwungene Unterhaltung kommt schnell in Gang. Wer Geschäfte in Italien machen möchte, ist gut beraten pünktlich zu sein sowie zuverlässig und effizient zu arbeiten. Zu Verhandlungen sollte man viel Zeit mitbringen, denn die italienischen Geschäftsleute sind Meister der Rhetorik und Beharrlichkeit. Der Redefluss darf ruhig unterbrochen werden, das gilt nicht als unhöflich.

Oft sind italienische Verhandlungspartner flexibel und bereit neue Wege zu gehen. Sie verhandeln pragmatisch und zielbewusst. Tagesordnungspunkte werden oft nicht strikt eingehalten. Unterbrechungen sind erlaubt, Gesprächsüberlappungen gang und gäbe. Man sollte bei Verhandlungen beachten, dass der Gesprächspartner keinen Gesichtsverlust erleidet. Man kann hart und ausdauernd verhandeln, sollte aber berücksichtigen, dass das Klima und die persönlichen Beziehungen angenehm und freundschaftlich bleiben. Es ist ratsam, sich nicht aus der Ruhe bringen und niemals zu Ungeduld verleiten zu lassen.

Im traditionell geprägten Sektor muss der ausländische Geschäftspartner mit einer festen unternehmerischen Hierarchie rechnen. Die Autorität des Chefs ist allgegenwärtig und Titeln wird eine große Bedeutung beigemessen. Die Bedeutung der Kommunikation zwischen den Rängen wird aber immer mehr erkannt. So spielt das mittlere Management oft eine wichtige Rolle in den unternehmerischen Entscheidungsprozessen. Man sollte sich nicht zu schnellen Entscheidungen drängen lassen. Die Ergebnisse sollten schriftlich festgehalten werden.

Akademiker/innen hören es gerne, wenn Sie mit "dottore" oder "dotoressa" angesprochen werden, auch dann, wenn sie keinen Doktortitel haben.

Essen spielt in Italien eine wichtige Rolle und wird als gesellschaftliches Ereignis gesehen. Eine Einladung zum Mittagessen ist dabei der Mittelpunkt der Gastfreundschaft. Geschäftspartner werden gern ins Restaurant eingeladen, oder aber auch nach Hause. Die italienischen Essenszeiten weichen etwas von den in Deutschland üblichen ab. Da der Arbeitstag etwas später beginnt, findet auch das knappe Frühstück später statt. Das Mittagessen ist schon wesentlich üppiger. Es beginnt erst ab 13 Uhr und zieht sich in den Nachmittag hinein. Das Abendessen wird dann ab 20 Uhr eingenommen. Das Essen dauert lange, denn es wird genossen. Man sollte sich zwei bis drei Stunden Zeit nehmen. Private Einladungen erfolgen meist mündlich und zuweilen auch sehr kurzfristig. Es geht locker zu und ein Platztausch ist kein Problem. Es ist ratsam wie die Italiener viel Mineralwasser und wenig Wein zu trinken. Die Runde im angeheiterten Zustand zu verlassen, hinterlässt einen schlechten Eindruck. Capuccino wird übrigens in Italien gerne zum Frühstück getrunken, niemals aber nach dem Abendessen. Das Menü schließt mit einem Espresso/Caffe, danach wird dann kein Wein mehr getrunken. Die Rechnung wird für den ganzen Tisch ausgestellt und in einer Gesamtsumme bezahlt. Der Posten "Coperto" ist als Gedeck zu übersetzen und beinhaltet den Service.

Beim Restaurantbesuch wartet man am Eingang bis der Kellner einen Tisch anbietet. Italiener essen gern ein komplettes Menü. Üblicherweise wählen Restaurantbesucher aus dem "Primi piatti" (kleiner, erster Gang, oft Nudeln) und dem "Secondi piatti" (Hauptgang mit meist Fleich oder Fisch). Wer mag kann danach noch aus den Nachspeisen (Dolci) auswählen.

Als Gastgeschenk eignen sich Blumen, die bereits am Vormittag geschickt werden sollten. Chrysanthemen werden in Italien nur als Grabschmuck verwendet. Mit einem Geschenk für die Kleinen liegt man in Italien immer richtig. Lohnende Gesprächsthemen sind die italienische Kultur, Kulinarisches oder Kinder. Wenn man selber Kinder hat, sollte man Fotos mitbringen.

Tabuthemen sind der Zweite Weltkrieg und die Mafia. Den Gardasee mögen viele Italiener nicht.

Das Nord-Süd-Gefälle sollte man nicht thematisieren.

Themen für einen Small-talk sind Fußball, italienische Filme, Literatur und Architektur und Familie.

Die italienische Bürokratie ist generell nicht die Schnellste, man sollte genügend Zeit für erforderliche behördliche Genehmigungen einplanen.

Das Geheimnis des italienischen Sozialverhaltens liegt darin, immer eine gute Figur zu machen.

Man sollte keine Kritik am Land und der Politik üben.

Interessengegensätze von Nord- und Süditalien sollten nicht angesprochen werden.

Es gehört sich nicht, nach dem Beruf oder Einkommen zu fragen.

Ein Lob der italienischen Küche kommt immer gut an.

Die Familie spielt in Italien eine große Rolle. Es ist darum zu empfehlen sich nach der Familie zu erkundigen und auch Familienfotos mitzunehmen.

Die Sitten und Gebräuche im Süden sollten respektiert werden.

Im Alltagsleben übt die katholische Kirche in Italien noch immer einen großen Einfluss aus. Frauen sollten daher immer ein Kopftuch parat haben.

An den Stränden herrschen strenge Regeln. Hunde und laute Musik werden nicht gern gesehen bzw. gehört. Es ist gesetzlich verboten mit Handtüchern Plätze zu reservieren, die nicht gleich in Anspruch genommen werden.

Seit 2008 ist es verboten, Picknicks bei historischen Sehenswürdigkeiten abzuhalten.

In Zügen ist das Rauchen verboten.