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Reiseinformationen: Polen

Normales Sicherheitsrisiko

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Wanderer im Grenzgebiet Polen-Russland (Gebiet Kaliningrad) sollten beachten, dass die "grüne" Grenze an verschiedenen Stellen nur durch weit auseinander liegende Grenzsteine markiert ist. Wer die Grenze auch nur für wenige Meter illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die russische Grenzpolizei und einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.

Insbesondere auf den viel befahrenen Strecken Görlitz-Breslau (A4), Frankfurt/Oder-Warschau sowie in Großstädten kann es zu Diebstählen oder Raub von Kraftfahrzeugen kommen. Die Mitgliedschaft in einem Automobilclub oder der Abschluss eines Auslandsschutzbriefes wird daher dringend empfohlen.

Gekennzeichnete militärische Anlagen oder Ämter dürfen nicht fotografiert werden.

Der Konsum von Alkohol und anderen Rauschmitteln in der Öffentlichkeit ist verboten. Die Einfuhr und der Besitz von Drogen sind ebenfalls untersagt.

Wertvoller Schmuck, Uhren, Kameras, Pässe und Brieftaschen/Geldbörsen sollten möglichst nicht sichtbar getragen werden. Gepäck sollte niemals unbeaufsichtigt bleiben.

Es häufen sich derzeit Betrugsfälle an Bank-Geldautomaten. Reisende sollten deshalb besser an Bank-Schaltern abheben statt an Automaten.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Auskunftsstellen

In Deutschland

Polnisches Fremdenverkehrsamt, Berlin

Hohenzollerndamm 151
14199
((0 30) 210 09 20
E-mail:info.de@polen.travel
Homepage:

Im Reiseland

Warsaw Tourist Information, Warszaw

Palace of Culture and Science pl. Defilad 1

(0048) 22 531 05 00
Fax:(0048) 22 531 06 00
E-mail:info@warsawtour.pl
Homepage:

TOURISTEN-HOTLINE: von Juni bis September jeweils täglich zwischen 8 und 22 Uhr erreichbar (von Oktober bis Mai zwischen 8 bis 18 Uhr); Mitarbeiter des polnischen Fremdenverkehrsamtes informieren Reisende in deutscher und englischer Sprache über günstige Zugverbindungen innerhalb von Polen und geben Hilfestellung bei Autounfällen, Überfällen oder Passverlust.

* (0048) 22 278 77 77 (im Festnetz)

* (0048) 608 599 999 (per Handy)

Polsko-Niemiecka Izba Przemyslowo-Handlowa (Deutsch-Polnische Industrie- und Handelskammer), Warszawa

ul. Miodowa 14
00-246
(0048) 22 531 05 00
Fax:(0048) 22 531 06 00
E-mail:info@ahk.pl
Homepage:

REGIONALBÜROS der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer:

BRESLAU:

Pl. Solny 20

50-063 Wroclaw

Tel. (0048) 71 79 48 335

Fax (0048) 71 79 48 336

E-Mail: imakowiecka@ahk.pl

GLEIWITZ:

Rynek 6

44-100 Gliwice

Tel.(0048) 32 232 15 10

E-Mail: ksiwek@ahk.pl

POSEN:

ul. Grunwaldzka 19 (c/o Polska Press)

60-782 Poznan

Tel. (0048) 61 227 54 95

Fax (0048) 61 227 54 96

E-Mail: poznan@ahk.pl

National Chamber of Commerce, Warszawa

Trebacka 4
00-074
(0048) 22 630 96 00
Fax:(0048) 22 827 46 73
E-mail:kig@kig.pl
Homepage:

Linksammlung

Portale und Verzeichnisse

Polish Yellow Pages: www.yellowpages.pl

Polen-Website: www.info-polen.com

Städte, Regionen und Sehenswürdigkeiten

Schlesien: www.silesia-region.pl

Masuren: www.masuren-online.de

Tatra-Region: www.tatry.org

Gdansk (Danzig): www.gdansk.pl

Kraków (Krakau): www.krakow.pl

Warszawa (Warschau): www.warsawtour.pl

Wroclaw (Breslau): www.wroclaw.pl

Zakopane www.zakopane.pl

Nationalparks und andere Schutzgebiete

* Babia Góra: www.bgpn.pl

* Bialowieza: www.bpn.com.pl

* Biebrza-Flusstal: www.biebrza.org.pl

* Bieszczady: www.bdpn.pl

* Gorczanski: www.gorczanskipark.pl

* Riesengebirge: www.kpnmab.pl

* Narew-Flusstal: www.npn.pl

* Ojcowski: www.opn.pan.krakow.pl

* Poleski: www.poleskipn.pl

* Roztoczanski: www.roztoczanskipn.pl

* Heiligkreuz-Gebirge: www.swietokrzyskipn.org.pl

* Tatra-Gebirge: www.tpn.pl

* Warthe-Mündung: www.pnujsciewarty.gov.pl

* Großpolnischer Nationalpark: www.wielkopolskipn.pl

* Wollin: www.wolinpn.pl

Verkehr

Warsaw Frederic Chopin Airport: www.lotnisko-chopina.pl

Eisenbahn - Polish State Railways: www.pkp.pl

Fähren - Unity Line (Schweden): www.unityline.pl

Unterkünfte

Polnische Hotels: www.hotel.pl; www.polhotels.com

Botschaften und Konsulate

In Deutschland

Botschaft der Republik Polen (mit Konsularabteilung), Berlin

Zuständigkeit: Bundesrepublik Deutschland

Lassenstraße 19-21 Grunewald KONSULAR-ABTEILUNG: Richard-Strauss-Straße 13
14193
(0 30) 22 31 31 07, 22 31 30 Visa-Angelegenheiten: Tel. (0 30) 22 31 32 06
Fax:(0 30) 22 31 31 55
E-mail:berlin.amb.wk@msz.gov.pl
Sprechzeit: Mo, Mi, Do, Fr 9-14 Uhr, Di 13-18 Uhr
Homepage:
Geschäftsbereich der Konsularabteilung: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
Honorarkonsulat der Republik Polen, Düsseldorf

Zuständigkeit: Nordrhein-Westfalen

Uerdinger Straße 58
40474
(02 11) 97 63 11 44
E-mail:honorarkonsul@polen-nrw.de
Sprechzeit: Di und Do 10-12 Uhr
(keine Visumerteilung)
Generalkonsulat der Republik Polen, Hamburg

Zuständigkeit: Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein

Gründgensstraße 20
22309
(0 40) 61 18 70
Fax:(0 40) 632 50 30
Sprechzeit: Mo, Mi, Do, Fr 9-14 Uhr, Di 13-18 Uhr
Homepage:
Generalkonsulat der Republik Polen, Köln

Zuständigkeit: Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Im MediaPark 5c
50670
(02 21) 93 73 00
Fax:(02 21) 38 50 74
E-mail:kolonia.kg.sekretariat@msz.gov.pl
Sprechzeit: Mo, Mi, Do, Fr 9-14 Uhr, Di 13-18 Uhr
Homepage:
Honorarkonsulat der Republik Polen, Leipzig/Halle

Zuständigkeit: Sachsen

Flughafen Leipzig/Halle Terminal Ring 11
04435
(03 41) 224 10 20
Fax:(03 41) 224 10 21
E-mail:honorarkonsulat-polen-sachsen@mdf-ag.com
Sprechzeit: Mo und Mi 10-13 Uhr
(keine Visumerteilung)
Generalkonsulat der Republik Polen, München

Zuständigkeit: Baden-Württemberg, Bayern

Röntgenstraße 5
81679
(0 89) 418 60 80
Fax:(0 89) 47 13 18
E-mail:monachium.kg.sekretariat@msz.gov.pl
Sprechzeit: Mo, Mi, Do, Fr 9-14 Uhr, Di 13-18 Uhr
Homepage:
Honorarkonsulat der Republik Polen, Schwerin

Zuständigkeit: Mecklenburg-Vorpommern

Lindenstraße 1
19055
(03 85) 59 37 82 50
Fax:(03 85) 59 37 82 52 E-Mail: helmuth.v.maltzahn@polnischeshonorarkonsulat-mv.eu
E-mail:sekretariat@polnischeshonorarkonsulat-mv.eu
Sprechzeit: Mo bis Do 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

In Österreich

Botschaft der Republik Polen, Wien

Zuständigkeit: Österreich

Hietzinger Hauptstraße 42c Konsular-Abteilung: Auhofstraße 19 B
1130
(01) 87 01 51 00, 87 01 50 (01) 87 01 51 28
Fax:(01) 87 01 52 22, 87 01 51 36
E-mail:wieden.amb.wk@msz.gov.pl
Sprechzeit: Konsular-Abteilung: Mo 12-17 Uhr, Di, Mi, Do und Fr 8.30-13.30 Uhr
Homepage:

Außerdem gibt es Honorarkonsulate in Innsbruck, Graz und Klagenfurt.

In der Schweiz

Botschaft der Republik Polen (mit Konsularabteilung), Bern

Zuständigkeit: Schweiz

Elfenstrasse 20a
3000
(031) 358 02 02 Tel. Konsular-Abteilung (031) 358 02 13
Fax:(031) 358 02 21
E-mail:berno.amb.wk@msz.gov.pl
Sprechzeit: Mo, Di, Do, Fr 9-13 Uhr
Homepage:
Ein- und Durchreise

Einreise ohne Visum

Visumfrei können die Nachfolgenden als Geschäftsreisende oder Touristen für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen in Polen einreisen, wenn bei Ankunft vorgewiesen werden: - Rück- oder Weiterreiseticket (außer bei Anreise mit Kfz) - ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt Beides wird von den Staatsangehörigen der EU-Länder sowie Liechtenstein, Norwegen, Schweiz nicht gefordert. Deutsche mit: - Reisepass - vorläufigem Reisepass - Personalausweis Für deutsche KINDER wird der maschinenlesbare Kinderreisepass mit Foto als Reisedokument ebenso akzeptiert.

Geschäftsreisende

Verbringung im EU-Binnenmarkt

Für das Verbringen von Warenmustern, Berufsausrüstung sowie Ausstellungs- und Messegut aus der Bundesrepublik Deutschland und den anderen EU-Mitgliedstaaten zur vorübergehenden Verwendung im Reiseland (Verbringung im EU-Binnenmarkt) ist ein Carnet A.T.A. nicht notwendig.

Es ist jedoch empfehlenswert, schriftliche Aufzeichnungen über die Waren/Gegenstände und den Geschäftsauftrag mitzuführen, wobei in der Bundesrepublik Deutschland die Aufzeichnungspflichten gemäß § 22 Abs. 4a Nrn. 3 und 4 des Umsatzsteuergesetzes zu erfüllen sind. Falls es sich um ausfuhrgenehmigungspflichtige Waren/Gegenstände handelt, empfiehlt sich Rücksprache mit der Außenwirtschaftsabteilung der zuständigen Industrie- und Handelskammer.

Einfuhr aus Drittländern

Die vorübergehende Einfuhr von Warenmustern, Berufsausrüstung sowie Ausstellungs- und Messegut aus anderen als EU-Ländern (Drittländer) zur vorübergehenden Verwendung im Reiseland ist abgabenfrei möglich unter der Bedingung der Wiederausfuhr innerhalb der festgesetzten Frist. Im Allgemeinen ist jedoch eine Sicherheitsleistung in Höhe der Eingangsabgaben erforderlich; diese entfällt bei Vorlage eines Carnet A.T.A. Sofern im jeweiligen Drittland möglich, empfiehlt es sich, dort die Ausstellung eines Carnet A.T.A. zu beantragen.

Deutsche Ausfuhrbestimmungen

Wegen der Ausfuhrbestimmungen für Warenmuster, Berufsausrüstung sowie Ausstellungs- und Messegut sind im Einzelfall Informationen bei der Außenwirtschaftsabteilung der heimischen Industrie- und Handelskammer einzuholen.

Impfungen und Gesundheit

Hinweise

Zurzeit liegen keine besonderen Gesundheitshinweise vor.

Kurzinformation

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Malaria

Keine.

Impfvorschriften bei Einreise

Im internationalen Reiseverkehr werden von Polen keine Impfungen gefordert.

Empfohlene Impfungen

IMPFKALENDER für Säuglinge, Kinder und JugendlicheAb der 6. Lebenswoche:1. Impfung RotavirusAB VOLLENDETEM 2. LEBENSMONAT:1. Impfung Tetanus/Diphtherie/Pertussis1. Impfung Polio/Hib/Hepatitis B1. Impfung Pneumokokken2. Impfung RotavirusAB VOLLENDETEM 3. LEBENSMONAT:2. Impfung Tetanus/Diphtherie/Pertussis2. Impfung Polio/Hib/Hepatitis B2. Impfung Pneumokokken AB VOLLENDETEM 4. LEBENSMONAT:3. Impfung Tetanus/Diphtherie/Pertussis3. Impfung Polio/Hib/Hepatitis B3. Impfung Pneumokokken 3. Impfung RotavirusAB VOLLENDETEM 11. LEBENSMONAT:4. Impfung Tetanus/Diphtherie/Pertussis4. Impfung Polio/Hib/Hepatitis B4. Impfung Pneumokokken SOWIE1. Impfung Mumps/Masern/RötelnUND1. Impfung Varizellen (Windpocken)AB VOLLENDETEM 12. LEBENSMONAT:1. Impfung Meningokokken CAB VOLLENDETEM 15. LEBENSMONAT:2. Impfung Mumps/Masern/Röteln2. Impfung Varizellen (Windpocken)AB VOLLENDETEM 5. BIS 6. LEBENSJAHR:Tetanus/Diphtherie/Pertussis AB VOLLENDETEM 9. BIS 17. LEBENSJAHR:Tetanus/Diphtherie/PertussisPolio SOWIEHepatitis B für Ungeimpfte oder Komplettierung der ImpfungMädchen im Alter von 12-17 Jahren Grundimmunisierung mit HPVFür Menschen ab dem 60. LEBENSJAHR Impfung:gegen Influenza (Virusgrippe) - jährlichgegen Pneumokokken - alle 5 Jahre bei Immundefekt oderchronischen Nierenerkrankungen

BEI KINDERN sollte ein altersentsprechender Impfschutz gemäß IMPFKALENDER vorliegen.

Grundsätzlich sollte auch bei ERWACHSENEN der Impfschutz gegen TETANUS, DIPHTHERIE und POLIO überprüft und ggf. aufgefrischt werden.

FSME: Für Campingurlauber und Reisende, die in den Frühlings- und Sommermonaten Wanderungen in ländlichen Gebieten, vor allem in den Waldgebieten im Grenzgebiet zu Russland, Litauen und Weißrussland (Belarus), planen.

Malaria

Malaria-Situation

Polen ist malaria-frei.

Wichtige Hinweise

Krankenversicherung: Staatsangehörige der EU sowie von Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz sollten bei Reisen in diese europäischen Länder die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) mitnehmen, die als Anspruchsnachweis für eine medizinische Versorgung nach den Regelungen des jeweiligen Landes gilt.

Zusätzlich ist es empfehlenswert, vor Reiseantritt eine private Auslandsreisekrankenversicherung für die Dauer des Aufenthalts abzuschließen, die weitere Leistungen, wie zum Beispiel einen Ambulanz-Rettungsflug, abdeckt.

Den Staatsangehörigen anderer Länder wird in jedem Fall der Abschluss einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung dringend empfohlen.

Von ausländischen Studenten, die sich in Polen an einer Universität immatrikulieren möchten, kann der Nachweis eines negativen HIV-Tests verlangt werden. Kurzfristige Änderungen der Bestimmungen sind möglich. Rechtzeitig mit Konsulat/Botschaft in Verbindung setzen.

Bei Durchfallerkrankungen ist immer auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr zu achten. Abgepackte Glukose-Elektrolyt-Mischungen sind im Handel erhältlich und gehören in jede Reiseapotheke.

Jeglichen Kontakt zu streunenden Hunden, Katzen oder zutraulich wirkenden Wildtieren vermeiden.

Insbesondere bei ungeschützten Sexualkontakten besteht grundsätzlich die Gefahr, sich schwerwiegende Infektionen, einschließlich der HIV-Infektion, zuzuziehen.

Ärztliche Hilfe

WARSZAWA/WARSCHAU: Dr. Marek Kruk, ul. Katowicko 31, Warschau, Tel. 22 617 30 21.

Landesdaten und Aufenthaltskosten

Land und Leute

Lage

Die Republik Polen liegt im nordöstlichen Teil Mitteleuropas. Sie grenzt im Norden an die Ostsee und an die Exklave Kaliningrad der Russischen Föderation, im Nordosten an Litauen, im Osten an Belarus und an die Ukraine, im Südosten an die Slowakische Republik, im Südwesten an die Tschechische Republik und im Westen an die Bundesrepublik Deutschland.

Fläche: 312.683 km².

Verwaltungsstruktur: 16 Woiwodschaften (Verwaltungsbezirke) - Dolnoslaskie (Niederschlesien), Kujawsko-Pomorskie (Kujawien-Pommern), Lodzkie (Lodsch), Lubelskie (Lublin), Lubuskie (Lebus), Malopolskie (Kleinpolen), Mazowieckie (Masowien), Opolskie (Oppeln), Podkarpackie (Karpatenvorland), Podlaskie (Podlachien), Pomorskie (Pommern), Slaskie (Schlesien), Swietokrzyskie (Heiligkreuz), Warminsko-Mazurskie (Ermland-Masuren), Wielkopolskie (Großpolen), Zachodniopomorskie (Westpommern).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 38 Millionen

Städte:

Warszawa (Hauptstadt) ca. 1,7 Millionen

Kraków (Krakau) ca. 754.100

Lodz (Lodsch) ca. 725.700

Wroclaw (Breslau) ca. 627.600

Poznan (Posen) ca. 549.400

Gdansk (Danzig) ca. 449.800

Szczecin (Stettin) ca. 401.300

Bydgoszcz (Bromberg) ca. 351.300

Lublin ca. 347.200

Katowice (Kattowitz) ca. 306.600

Bialystok 298.600

Sprache

Die Landessprache ist Polnisch, von Minderheiten werden auch Deutsch, Ukrainisch und Belorussisch gesprochen. Geschäftssprachen sind auch Deutsch, Englisch und Französisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Klima

Klimainformationen

Polen hat osteuropäisches Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern. Je weiter man nach Osten vordringt, desto größer wird der Unterschied zwischen den Jahreszeiten.

Beste Reisezeit

Die Sommersaison geht von Mitte Juni bis Ende August; die Wintersaison dauert in den Bergen von Ende Dezember bis März.

Kleidung

Man sollte Kleidung tragen, die normalerweise in Europa üblich ist. Für die Wintermonate sollte man auf jeden Fall einen warmen Mantel oder eine gefütterte Jacke mitnehmen. Auch an warme (sie sollten möglichst gefüttert sein) und robuste Schuhe sollte gedacht werden.

Die Mitnahme eines Regenmantels oder auch einer Regenjacke ist zu empfehlen.

Netzspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Eurostecker passen meist problemlos, für andere Stecker ist ein Zwischenstecker erforderlich.

Telefon/Post

Post

Es gibt zwei Arten der Beförderung von Post: als sogenannter Prioritätsbrief (teurer, jedoch schneller; 3 Tage innerhalb von Europa unterwegs) und als Standardbrief (billiger, jedoch 3 bis 7 Tage innerhalb von Europa).

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Polen ist 0048, die Vorwahl für Gespräche von Polen nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041, dann die Ortsvorwahl (ohne Null) und Teilnehmernummer.

Öffentliche Telefonzellen funktionieren mit Telefonkarten. Telefonieren aus dem Hotel ist grundsätzlich teurer.

NOTRUFNUMMERN: Europaweite Notrufnummer 112 oder Polizei 997, Unfallrettung 999, Feuerwehr 998.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Polen von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone. Die Erreichbarkeit der Netze ist fast überall in Polen gewährleistet.

Internet

Länderkürzel: .pl

Feiertage

Im Jahr 2019:

1. Januar (Neujahr)

6. Januar (Heilige Drei Könige)

22. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

3. Mai (Tag der Verfassung)

20. Juni (Fronleichnam)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

1. November (Allerheiligen)

11. November (Nationalfeiertag; Unabhängigkeitstag)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, wird er am darauffolgenden Montag nachgeholt.

Die Hauptferienzeiten fallen auf die Monate Juli und August sowie Weihnachten, Neujahr und Ostern.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr im Allgemeinen 8 bis 18 Uhr, Sa 9-13 Uhr;

Geschäfte: Kaufhäuser (keine Lebensmittel) - Mo bis Fr 9-20 Uhr, Souvenirläden Mo bis Fr 9-19 Uhr;

Lebensmittelgeschäfte - Mo bis Fr 7/8-19 Uhr, Supermärkte in Städten und Touristenzentren haben Mo bis Fr oft von 6-22 Uhr und an Wochenenden bis 13 Uhr geöffnet, in vielen großen Einkaufszentren kann sogar rund um die Uhr eingekauft werden:

Post: Mo bis Fr 10-18 und 9-14 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 8-16 Uhr;

Ministerien: Mo bis Fr 8.15-16.15 Uhr;

Behörden: vielfach je nach Wochentag wechselnde Öffnungszeiten, die im Einzelfall zu erfragen sind.

Vegetation

Polen ist ein Land mit großen Naturschönheiten, voller seltener Tiere und Pflanzen. Man hat diesen Vorzug gegenüber anderen, stärker industrialisierten Gebieten erkannt und wird ihn zunehmend ausbauen. Besonders große zusammenhängende naturnahe Gebiete liegen im Nordosten Polens, der nur spärlich bevölkert ist. In dieser Gegend, wo es weder große Städte noch Industriezentren, kaum Luft- und Wasserverschmutzung gibt, soll mit der östlichen Nachbarländern ein vorsichtiger grenzüberschreitender Öko-Tourismus aufgebaut werden.

Das Land besitzt nicht nur über tausend Naturreservate, sondern auch 22 Nationalparks mit strengem Naturschutz. Vier Parks wurden bereits von der UNESCO zu Biosphären-Reservaten erklärt: Babiogoski (im südlichen Gebirgsland mit hervorragender Gebirgsflora), Slowinski (am Ostseeufer), Bialowieska (in Ostpolen mit einem nahezu unberührten Urwald) und der Luknajo-See (an der Masurischen Seenplatte).

Tierwelt

Polen bietet viele Möglichkeiten, seltene Tiere zu beobachten: Freilebende Wisente im Bialowieska-Urwald, Biber in den Seen der Region Augustowe, Kormorane an den Masurischen Seen, Elche im Kampinowski-Nationalpark. Der Luknajo-See (an der Masurischen Seenplatte) ist einer der wichtigsten Aufenthaltsorte von Stumpfschwänen.

Polen ist aber auch ein Land, in dem man noch Tieren auf der Straße begegnet: Hühnern, Gänsen, Enten und Schweinen. Kühe werden auf den schmalen, baumgesäumten Landstraßen getrieben, Pferde sind auf dem Land das, was bei uns längst die Traktoren sind. Auf den Wiesen und den Dächern der Bauernhäuser nisten oft Störche - ganz besonders in den wasserreichen Masuren sowie auf der Pommerschen und der östlich anschließenden Kaschubischen Seenplatte im Nordwesten Polens.

Kulinarisches

Die polnische Küche (die Hauptmahlzeit findet meist nachmittags statt) ist deftig, die Mahlzeiten sind üppig und ausgedehnt. Polen essen gerne kalte Vorspeisen wie Beefsteak Tatar und Karpfen in Aspik oder warme Vorspeisen wie fleischgefüllte "Pierogen" (Teigtaschen), die in Wasser gekocht und mit zerlassener Butter serviert werden. Zur Rote-Rüben-Suppe "Barszcz" (die sich an die Vorspeise anschließen kann) gibt es meist eine warme Pastete. Im Sommer isst man "Chlodnik", eine Suppe aus Joghurt, saurer Sahne, Rote-Rüben-Saft, Gurkenscheiben, gehackten grünen Kräutern, Zitronensaft und hartgekochten Eiern. Dann folgt ein Fleischgericht - oft mit dicker Soße. Dazu gibt es viele Arten von Teigwaren. "Bigos" ist ein Eintopfgericht aus Sauerkraut, Fleisch und Wurst, Speck, Pilzen und (manchmal) getrockneten Pflaumen.

Typisch für die Festtagsküche sind Enten mit Äpfeln und feine Wildgerichte.

Das polnische Bier wird gern getrunken. Eine Spezialität ist "miod pitny", ein Honigwein, den man im Winter auch heiß trinkt.

Sitten und Gebräuche

Dass Polen Feste feiern können, ist bekannt. Zu den traditionsreichsten Veranstaltungen gehören die Palmsonntagsprozessionen in vielen Städten. Im Bernhardiner-Kloster Kalwaria Zebrzydowska mit seiner "Weinenden Madonna" und in dessen Umgebung gestalten die Bewohner einiger Dörfer das Leiden Christi nach.

Feststimmung herrscht in der Johannisnacht am 21. Juni. Überall werden Volksfeste gefeiert. Auf Bächen, Flüssen und Seen treiben die "Wianki", Kränze mit Kerzen.

Jenseits der Gebirge beginnt die südpolnische Hochebene mit ihren meist sehr ursprünglich gebliebenen Städten und Dörfern. Hier haben viele Menschen noch ihre traditionelle Lebensart, ihre Trachten, Bräuche und Religiosität bewahrt.

Souvenirs

An der Ostseeküste findet man Bernstein. An Marktständen kann man einfache Kettchen aus Bernsteinsplittern kaufen, in vielen Geschäften bekommt man sehr schöne Ketten aus geschliffenem Bernstein. Eine polnische Spezialität ist künstlerisch gearbeiteter Silberschmuck, oft mit Bernstein verziert. Sehr beliebt ist nachempfundenes Mittelalter: Waffen, Schilde, sogar ganze Ritterrüstungen. Auf Jahrmärkten (tiefer im Landesinneren) kann man alte Hinterglas-Bilder und hübsch geschnitzte Holzfigürchen finden. In Gegenden, wo Weiden wachsen, findet man originelle Flechtarbeiten - sogar ganze Sitzmöbel, die bei Touristen sehr beliebt sind.

Sehenswertes

Warschau

Warschau, die Hauptstadt und größte Stadt Polens, liegt mitten im Herzen des Landes, in der historischen Landschaft Masowien. Die Stadt ist heute der Mittelpunkt des politischen Lebens in Polen und eines der Wirtschafts- und Verkehrszentren Mitteleuropas.

Gegründet wurde Warschau um das Jahr 1281. Die Stadt verdankt ihren Aufstieg zur Macht dem masowischen Herzog Janusz dem Älteren, der Warschau 1413 zu seiner Residenz machte und zur Hauptstadt des Herzogtums Masowien ausbaute. 1596 verlegte König Sigismund III. aus dem schwedischen Hause Wasa seine Residenz von Krakau nach Warschau und machte die Stadt zur neuen Hauptstadt Polens.

Warschau wuchs und erblühte trotz mehrfacher Zerstörungen im Laufe seiner stürmischen Geschichte. Im Zweiten Weltkrieg wurde es zu 85 Prozent zerbombt und glich einem einzigen Friedhof. Der originale Wiederaufbau der Altstadt und des nahen Königsschlosses am Plac Zamkowy gelang so gut, dass der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger sie als "großartigste Fälschung der Welt" titulierte. 1981 wurde sie in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Neben der Altstadt gibt es weitere Sehenswürdigkeiten, wie das älteste Denkmal der Stadt, die Säule des Königs Sigismund III. Wasa, der Lazienski-Park mit dem Palais, der Palais Belvedere am Ende der Ujazdowskie-Allee, Park und Schloss Wilanów und der Kulturpalast im stalinistischen Zuckerbäckerbaustil, in dem heute Ausstellungen und Kongresse veranstaltet werden und Kinos, Theater sowie Restaurants lokalisiert sind. Daneben sind bedeutende kulturelle Einrichtungen, wie mehr als 30 Theater, rund 50 Museen und zahlreiche Galerien in Warschau zu finden. Viele interessante Events von Weltrang werden in der polnischen Hauptstadt veranstaltet. Nicht von ungefähr besuchen mehrere Millionen Touristen jährlich die Stadt an der Weichsel.

Krakau

Die sicherlich schönste Stadt im Land gilt als die eigentliche Hauptstadt Polens. Die historische Innenstadt blieb vom Krieg verschont und ist original erhalten. Der alte Marktplatz und die umliegenden Gassen werden von den schönsten Bürger- und Adelshäusern aus Gotik, Renaissance und Barock gesäumt. Arkadengänge schmücken die fast 100 Meter langen Tuchhallen in der Mitte des weiten Platzes. Die Wawel-Kathedrale war Polens Krönungskirche. Sie birgt die prunkvoll gearbeiteten Sarkophage einer Reihe von Monarchen. Das prächtige Renaissance-Schloss daneben beherbergt die staatlichen Kunstsammlungen mit Gobelins und Türkenzelten. Von großer Bedeutung ist auch die Krakauer Jagiellonen Universität, die bereits im Jahre 1364 vom polnischen König Kasimierz Wielki gegründet wurde und damit älteste polnische Universität ist.

Breslau

Das historische Zentrum Schlesiens wurde nach völliger Zerstörung liebevoll wieder aufgebaut. Besonders eindrucksvoll sind das gotische Rathaus, die Universität mit der barocken Leopoldina-Aula, die Kirche "Maria auf dem Sande" und der Dom.

Danzig

Die Stadt ist eine Glanzleistung des Wiederaufbaus und der modernen Denkmalspflege: Scheinbar unversehrt in ihrer alten Pracht zieht die Altstadt jeden Besucher in ihren Bann. Besonders beeindruckend ist die gotische Marienkirche, in der 25.000 Menschen Platz finden. Auch das Rechtstädter Rathaus und nicht weit davon der prächtige Artushof mit seiner Renaissance-Fassade stehen wieder da, als seien sie nie Trümmerschutt gewesen. Die Dluga-Straße ist nach einem Bild von 1750 neu erstanden. Das Renaissance-Rathaus der Altstadt im holländischen Stil, die alten Stadttore und, nicht zu vergessen, das Wahrzeichen Danzigs, das Krantor aus dem 15. Jahrhundert - alles steht, scheinbar nie versehrt, an seinem alten Platz.

Lublin

Viele der bedeutenden Kirchen und Adelspaläste, von der Gotik bis zum Barock, sind - wie die ganze Altstadt - nach dem Krieg restauriert worden. Das Schloss stammt ursprünglich aus dem 13. und 14. Jahrhundert; im 19. Jahrhundert wurde es umgebaut. Interessant sind die Wandmalereien in der Dreifaltigkeitskapelle, die im 15. Jahrhundert von russischen Künstlern in byzantinischem Stil gemalt wurden.

Südpolen

Der Süden Polens ist ein sehr bergiges Gebiet, die Hohe Tatra hat sogar alpinen Charakter. Am Westrand liegen die niedrigeren, interessant geformten Sudeten mit Almen. Diese Gegend ist im Frühling und im Herbst für Bergwanderer interessant. Viele Wege sind ordentlich markiert. Es gibt aber auch schwieriger zugängliche Pfade, die, obwohl sie teilweise mit Ketten abgesichert sind, nur für erfahrene Bergwanderer geeignet sind.

Masurische Seen

An den großen Seen werden nach und nach gute Wassersportmöglichkeiten aufgebaut. Vor allem Bootsfahrer entdecken zunehmend die vielen Möglichkeiten, die sich ergeben, weil zahllose Gewässer durch Wasserläufe und Kanäle verbunden sind. Segeln, Windsurfen und vor allem auch Angeln sind möglich.

Wolliner Nationalpark

Er liegt auf der Insel Wollin im Mündungsdelta der Oder. Hier gibt es alte Wälder, grüne Seen und herrliche Wanderwege. Mit seiner großartigen Vogel- und Pflanzenwelt ist der Park auch etwas für Ornithologen und Blumenfreunde.

Nationalpark Slowinski

Üppige Flora und Fauna lohnen den Besuch. Besonders interessant sind die riesigen Wanderdünen, die sich jährlich viele Meter in die Kiefernwälder hineinschieben und eine wüstenartige Landschaft von exotischer Schönheit bilden.

Bialowieca Nationalpark

Dieser Park, im Mittelteil des Bialowieca-Urwaldes gelegen, ist als einziges Naturobjekt Polens als UNESCO-Welterbe aufgelistet. Im Park dominieren Wälder, die von Busch- und Wiesenlandschaften ergänzt werden. Der 1952 ausgewilderte Wisent ist durch umfassende Maßnahmen Polens inzwischen vor dem Aussterben bewahrt. Neben diesem prächtigen Säugetier kann man mit etwas Glück Hirsche, Rehe, Luchse und Wölfe zu Gesicht bekommen.

Aufenthaltskosten

Hotelunterkunft

Gute Hotels stehen in allen Städten zur Verfügung. In größeren Städten gibt es auch Hotels von internationalen Hotelketten.

Kleine Hotels, Pensionen und Gasthöfe auf dem Land sind meist einfach, aber sehr preiswert.

Polnische Hotels sind abrufbar unter www.hotel.pl; www.polhotels.com.

Die Camping-Saison geht ungefähr von 15. Juni bis 30. September.

Spezialangebote gibt es für Reitaufenthalte, Ferien auf dem Land, Fahrradtouren, Kuraufenthalte, Jagdreisen, Gruppenreisen, Studienreisen.

Trinkgeld

In den Hotels ist der Bedienungszuschlag im Preis enthalten.

In Restaurants ist ein Trinkgeld üblich, wobei die Höhe im Ermessen des Kunden liegt (etwa 5 bis 10 Prozent). Aufmerksamkeiten für kleine Gefälligkeiten werden ebenfalls geschätzt.

Taxifahrer erhalten etwa 10 Prozent.

Reisehinweise

Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Bitte den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.

Informationen zur Sicherheitssituation in Polen sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Reisewege und Verkehrsmittel

Flugzeug

Fluganreise

Zu den internationalen Flughäfen Polens gibt es oftmals tägliche Direktverbindungen von mehreren deutschen Großstädten wie Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg und München.

Die durchschnittliche Flugzeit von den deutschen Städten zu den großen polnischen internationalen Flughäfen beträgt etwa 1.30 bis 2 Stunden.

Detaillierte Informationen über folgende internationale Flughäfen Polens, z.B. über Zubringerverbindungen (mit Circa-Preisen) zum jeweiligen Stadtzentrum, Taxistände, Abflugs- und Ankunftszeiten, Parkmöglichkeiten, Post-, Bank- und Geschäftsöffnungszeiten u.a. sind unter folgenden Links zu finden:

GDANSK, Flughafen Lech Walesa (GDN), ca. 10 km von Danzig entfernt

www.airport.gdansk.pl

KRAKOW, Flughafen Johannes Paul II. Krakau-Balice (KRK), ca. 11 km von Krakau entfernt

www.krakowairport.pl

WARSZAWA, Flughafen Warsaw Frederic Chopin (WAW), ca. 10 km von Warschau entfernt

www.lotnisko-chopina.pl

WARSZAWA-MODLIN, Flughafen Warschau-Modlin (WMI), ca. 40 km nordwestlich von Warschau entfernt

www.modlinairport.pl

WROCLAW, Flughafen Nikolaus Kopernikus Breslau (WRO), ca. 10 km von Breslau entfernt

http://airport.wroclaw.pl/

Fluggastgebühr

Eine Fluggastgebühr wird in Polen nicht erhoben.

Flüge in Nachbarländer

Von den großen polnischen Flughäfen bestehen tägliche oder mehrmals wöchentliche Flugverbindungen in alle Nachbarländer.

Flüge innerhalb des Landes

Flugerbindungen gibt es zwischen Bydgoszcz, Gdansk, Katowice, Kraków, Lodz, Poznan, Rzeszow, Szczecin, Warsaw und Wroclaw.

Kraftfahrzeug

Hinweise

Fahrzeuge westlicher Bauart sind nach wie vor begehrtes Diebstahlsgut. Grundsätzlich sollten bewachte Parkplätze benutzt werden (viele Hotels bieten diesen Service an). In den Städten und Ferienzentren gibt es ebenfalls zahlreiche Parkplätze, die rund um die Uhr bewacht werden.

Kfz-Anreise

Grenzübergänge

Die für den internationalen Kraftfahrzeug-Verkehr geöffneten Grenzübergangsstellen sind Tag und Nacht geöffnet.

Grenzdokumente

* NUTZUNGSBEVOLLMÄCHTIGUNG: Wird das Fahrzeug nicht vom Eigentümer selbst benutzt oder fährt der Eigentümer darin nur als Passagier mit, muss der Fahrer unbedingt in Besitz einer Benutzungsvollmacht des Eigentümers sein. Darin muss enthalten sein, dass der Eigentümer dem Fahrer (der Name muss klar und deutlich zu lesen sein) die Erlaubnis erteilt, das Fahrzeug zu nutzen und damit nach Polen zu reisen. Wird ein Fahrer eines nicht in Polen zugelassenen Kfz ohne eine solche Bescheinigung angetroffen, muss mit einer Geldbuße gerechnet werden. Ein Formular im PDF-Format einer solchen Bescheinigung befindet sich auf der Website der polnischen Botschaft Berlin unter http://berlin.msz.gov.pl: Konsularinformationen > Straßenverkehr und Transport.

* NICHT-EU-STAATSANGEHÖRIGE:

- Nicht-EU-Staatsangehörige können Kraftfahrzeuge aller Art und Boote sowie einzelne Außenbordmotoren bis zu einem Aufenthalt von 12 Monaten zollfrei einführen. Die Fahrzeuge werden bei der Einreise von der Zollbehörde in den Reisepass eingetragen. Je nach Ermessen des Zollbeamten kann für Reisemobile und Wohnwagen ein Inventarverzeichnis in zweifacher Ausführung verlangt werden.

- Nicht-EU-Staatsangehörige, die zur vorübergehenden Wohnsitznahme einreisen, müssen sich vorher beim nächstgelegenen polnischen Konsulat informieren, unter welchen Voraussetzungen und für wie lange sie ihr Fahrzeug zollfrei benutzen dürfen bzw. wie sie die Genehmigung bei den polnischen Zollbehörden beantragen müssen.

Führerschein/Kennzeichen

Für Reisende aus EU-Ländern ist für einen vorübergehenden Aufenthalt der nationale Führerschein und die nationale Zulassung ausreichend. Das Nationalitätskennzeichen muss am Fahrzeug angebracht oder im EU-Nummernschild enthalten sein.

Reisende aus Nicht-EU-Ländern sollten einen internationalen Führerschein und einen internationalen Fahrzeugschein mit sich führen. Die Kraftfahrzeuge müssen an der Rückseite das Nationalitätskennzeichen des Heimatstaates führen.

Haftpflichtversicherung

Es besteht Haftpflichtversicherungszwang. Für Kraftfahrzeuge aller Art ist das Kennzeichen eines Mitgliedstaates der EU sowie einiger weiterer Länder ausreichend als Nachweis für den EU-weiten Versicherungsschutz.

Jedoch wird die Mitnahme der Internationalen Grünen Versicherungskarte empfohlen. Sie erleichtert im Schadensfall die Abwicklung.

Weil die Mindestdeckungssummen in Polen deutlich unter den deutschen Standards liegen, wird der Abschluss einer Kurzkasko- und Insassenunfallversicherung im Heimatland für die Zeit des Aufenthalts in Polen dringend angeraten.

Außerdem ist der Abschluss eines Auslandsschutzbriefes für Kfz empfehlenswert, da damit im Falle eines Unfalls die hohen Kosten abgedeckt sind, die entweder durch Fahrzeug-Rücktransport oder durch die Fahrzeugverschrottung in Polen zu Buche schlagen.

KFZ-STEUER: Pkw ausländischer Reisender bleiben für die Dauer des vorübergehenden Aufenthalts steuerfrei, wenn Pkw nicht verkauft werden oder im Land verbleiben.

Busverbindungen

Busverbindungen von deutschen Städten nach Polen werden u.a. angeboten von:

- Deutsche Touring GmbH/Eurolines, Frankfurter Straße 10-14, 65760 Eschborn, Internet: www.eurolines.de.

- MeinFernbus GmbH (MFB), Karl-Liebknecht-Straße 29, 10178 Berlin, http://meinfernbus.de

Darüber hinaus gibt es den polnischen Anbieter "Polski Bus": www.polskibus.com.

Straßenverkehr in Nachbarländer

Es bestehen gut ausgebaute Straßen in alle Nachbarländer.

Straßenverkehr innerhalb des Landes

Straßennetz

Polen hat ein gut ausgebautes Straßennetz mit einer Gesamtlänge von über 300.000 km. Mautgebühren in Polen fallen für alle Verkehrsteilnehmer (auch für Pkw bis 3,5 t) auf Autobahnen an. Es gibt unterschiedliche Mautbetreiber. Je nach Betreiber gibt es unterschiedliche Abrechnungs- und Zahlungsweisen, und es fallen auch unterschiedliche Mautgebühren an.

- Autobahn A1, Abschnitt: Danzig-Thorn

> Mautgebühren siehe http://autostradaa1.pl

- Autobahn A2, Abschnitte:

Rzepin-Nowy Tomysl

Nowy Tomysl-Poznan-Zachod

Poznan-Wschod-Konin

Konin-Lodz

> Mautgebühren siehe http://autostrada-a2.pl

- Autobahn A4, Abschnitte:

Katowice-Krakau

Breslau-Gleiwitz

> Mautgebühren sind direkt an Mautstationen zu zahlen.

Omnibus

* Polen ist mit einem flächendeckenden Netz von Busverbindungen des Unternehmens PKS (Polska Komunikacja Samochodowa) bedeckt. Weitere Infos z.B. unter http://warszawa.pks.busportal.pl.

* Daneben existiert das Fernbusnetz von Polski Express. Weitere Infos gibt es in den Büros des Unternehmens, z.B. im Flughafen Warsaw Frederic Chopin.

* Ein weiterer Anbieter für landesweite Fernbusverbindungen ist das Busunternehmen "Polski Bus". Ausführliche Infos gibt es unter www.polskibus.com.

Mietwagen

An den Flughäfen und in den Zentren der Großstädte sind internationale und nationale Mietwagenfirmen vertreten. Das Mindestalter für die Anmietung eines Wagens ist meist 21 Jahre.

Mietwagen mit Chauffeur sind ebenfalls erhältlich.

Verkehrsvorschriften

HÖCHSTGESCHWINDIGKEITEN:

* innerhalb von Ortschaften: tagsüber 50 km/h, zwischen 23 Uhr und 5 Uhr, ansonsten 60 km/h

* außerhalb von Ortschaften:

- Pkw, Motorräder 90 km/h

- auf Schnellstraßen mit zwei Spuren in jede Richtung: Pkw, Motorräder 100 km/h

- auf Schnellstraßen mit vier Spuren Pkw, Motorräder 120 km/h

- auf Autobahnen Pkw, Motorräder 140 km/h

Auch am Tag muss mit ABBLENDLICHT gefahren werden.

HALTEVERBOT besteht u.a. 10 m vor und nach Bahnübergängen, Kreuzungen.

ÜBERHOLEN ist im Bereich von Kreuzungen und Haltestellen verboten.

STRASSENBAHNEN haben Vorfahrt an Kreuzungen gleichrangiger Straßen.

MOTORRADFAHRER müssen einen Schutzhelm tragen.

Die PROMILLEGRENZE beträgt 0,2, auch geringfügige Überschreitungen können bereits mit Freiheitsstrafen geahndet werden. Mit Führerscheinentzug und Fahrzeugsicherstellung ist zu rechnen.

ANSCHNALLPFLICHT auf allen Sitzplätzen.

In Polen gibt es häufig VERKEHRSKONTROLLEN. Verkehrsvergehen werden mit hohen Geldstrafen belegt.

Bei UNFÄLLEN ist grundsätzlich die Polizei zu holen. Für spätere Schadensregulierung ist unbedingt ein Exemplar des Polizeiprotokolls zu verlangen. Bei schweren Unfällen und Verursachung verkehrsgefährdender Situationen wird der Führerschein einbehalten.

WARNWESTEN: Das Mitführen einer Warnweste in Kraftfahrzeugen ist vorgeschrieben. Sie muss im Falle eines Unfalls oder einer Panne getragen werden. Dies ist zudem erforderlich für Fußgänger oder Radfahrer entlang von Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften.

STRASSEN/NACHTFAHRTEN: Auf einigen Straßen muss mit Traktoren, Pferdefuhrwerken, Fußgängern und Radfahrern gerechnet werden. Besondere Vorsicht bei Dunkelheit, die genannten Verkehrsteilnehmer sind oft nur unzureichend oder gar nicht beleuchtet.

PARKEN bei Dunkelheit nur mit Standlicht.

Das TELEFONIEREN während der Autofahrt ist ohne Freisprechanlage verboten.

NOTRUF: Europaweite Notrufnummer 112 oder Polizei 997, Unfallrettung 999, Feuerwehr 998.

Automobilclubs

Hilfe bei Problemen rund das Fahrzeug bietet an: Polski Zwiazek Motorowy (PZM), ul. Kazimierzowska 66, 02-518, Warszawa, Tel. (0048) 22 849 93 61, Fax (0048) 22 848 19 51, E-Mail office@pzm.pl, Homepage www.pzm.pl; Pannendienst, Tel.: 196 37.

Treibstoff

Versorgung mit bleifreiem Benzin (Benzyna bezolowiowna) ist flächendeckend.

Preise je Liter:

* Bleifrei Super (95 Oktan), ca. 5,07 Zl (ca. 1,19 Euro)

* Bleifrei Super Plus (98 Oktan), ca. 5,28 Zl (ca. 1,24 Euro)

* Diesel, ca. 5,25 Zl (ca. 1,23 Euro)

Die meisten Tankstellen sind Mo bis Fr von 8-19 Uhr, Sa, So und an Feiertagen von 7-17 Uhr geöffnet. In größeren Städten und entlang der Fernstraßen haben einige Tankstellen rund um die Uhr geöffnet.

Kreditkarten zum Bezahlen an den Tankstellen werden meistens akzeptiert.

Aus Sicherheitsgründen wird geraten, nicht mehr als 10 l Kraftstoff im Reservekanister mitzunehmen.

Taxi

Taxis gibt es vor allem in Städten Polens an speziell gekennzeichneten Taxiständen, z.B. an Bahnhöfen, Flughäfen und vor Hotels. Bei offiziellen Taxis sind an den seitlichen Scheiben jeweils die Taxinummer, die Preis-Angaben pro Kilometer sowie das Wappen angebracht (Taxis mit der Bezeichnung "Przewóz osób" zählen nicht zu den offiziellen Taxis). Grundsätzlich wird der Fahrpreis nach Taxameter berechnet (hinzu kommt noch der Grundbetrag). Es wird empfohlen, darauf zu achten, dass der Taxameter eingeschaltet wird. Zwischen 22 und 6 Uhr kommt ein Nachtzuschlag von 50 Prozent hinzu.

Taxifahrer erwarten ein Trinkgeld von etwa 10 Prozent.

Öffentlicher Nahverkehr

In allen Städten gibt es ein gutes Bus- und Straßenbahnnetz. Das städtische Nahverkehrssystem in Warszawa (Warschau) umfasst U- und Straßenbahnen, Busse und Vorortzüge. Es bestehen Einheitstarife für Bus, Straßenbahn und U-Bahn; die Fahrkarten können im Voraus oder beim Fahrer gekauft werden.

Der Erwerb der Touristenkarte von Warszawa (www.warsawcard.com) beinhaltet auch die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Eisenbahn

Bahnanreise

Grenzen

Polen ist im Eisenbahnverkehr direkt oder über die Tschechische Republik zu erreichen. Bahnverbindungen gibt es zwischen Berlin und Warszawa/Krakau/Danzig; Frankfurt/M. und Warszawa/Krakau. Fahrkarten werden grenzüberschreitend für einfache Fahrt und für Hin- und Rückfahrt ausgegeben.

Für Gruppen (Mindestteilnehmerzahl 10) wird eine Fahrpreisermäßigung gewährt. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Einzelreisende Fahrpreisermäßigung erhalten.

Bahnverkehr innerhalb des Landes

Schienennetz

Das Netz der Polnischen Staatseisenbahnen (PKP) umfasst rund 23.000 km.

Zwischen allen größeren Städten und touristischen Zentren Polens gibt es gute Verbindungen. Fernzüge (InterCity- und EuroCity-Züge) führen Speise- und Schlafwagen.

Fahrkarten erhält man an den Schaltern der PKP-Bahn, am Zentralbahnhof in Warszawa kann man für Direktverbindungen aus Warszawa Bahn-Fahrkarten am Fahrkartenautomaten kaufen; für InterCity-, EuroCity- und D-Züge sowie für manche Eilzüge sind grundsätzlich zusätzlich Platzkarten erforderlich.

In der Hochsaison (Juli, August, Ende Dezember) ist es ratsam, sich Schlafwagenplätze und Platzkarten zu besorgen.

In größeren Städten ist die Gepäckaufbewahrung auf den Bahnhöfen rund um die Uhr geöffnet.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.pkp.pl abrufbar.

Fahrpreisermäßigungen

In Polen gelten Interrail-Angebote. Nähere Informationen dazu gibt es bei der Deutschen Bahn unter www.bahn.de.

Schiff

Schiffsanreise

Bedeutende polnische Häfen sind Gdansk (Danzig), Gdynia (Gdingen), Szczecin (Stettin) und Swinoujscie (Swinemünde).

Polen ist durch regelmäßige Fährverbindungen von Dänemark, Finnland und Schweden aus erreichbar.

Fahrkarten und Informationen sind erhältlich bei den Reedereien Polferries (Homepage: www.polferries.com.pl) und Unity Line (www.unityline.pl).

Schiffe/Fähren in Nachbarländer

Direkte Schiffsverbindungen gibt es

- zwischen Polen und DEUTSCHLAND:

* Gdynia (Gdingen) und Lübeck-Travemünde

- zwischen Polen und SCHWEDEN:

* Swinoujscie (Swinemünde) und Ystad

* Gdynia (Gdingen) und Karlskrona

* Gdansk (Danzig) und Nynäsham

- zwischen Polen und DÄNEMARK:

* Swinoujscie und Kopenhagen

* saisonal zwischen Swinoujscie und Rønne/Dänemark (Insel Bornholm)

Weiterhin gibt es Fährlinien nach Norwegen und Finnland.

Schiffe/Fähren innerhalb des Landes

Ausflugsfahrten zwischen den polnischen Ostseehäfen sind während der Sommersaison (1-2 Stunden Dauer) möglich. Außerdem gibt es Fahrten auf der Weichsel und der Oder sowie auf den Masurischen Seen.

Verhaltensregeln

Einleitung

Die Verhaltensregeln sind in der Weise aufgebaut, dass das Land in einem ersten Schritt länderübergreifenden Regionen zugeordnet wird, für die zunächst allgemein gültige Verhaltenshinweise beschrieben werden. Weiterführende Besonderheiten für das jeweilige Land selbst finden sich im Kapitel "Landesspezifisches".

Um die Darstellung der allgemein gültigen Verhaltensregeln für den Nutzer anwendbar und übersichtlich zu gestalten, ist eine gewisse Systematisierung und Generalisierung nicht zu vermeiden. Regionale Besonderheiten und fließende Übergänge innerhalb und zwischen einzelnen Ländern - die bei einem so komplexen System wie dem menschlichen Verhalten ja bereits auf kleinstem Raum bestehen - können dabei nur ansatzweise berücksichtigt werden.

________________________________________

In den mittel- und osteuropäischen Ländern herrschen mit Ausnahme von wenigen nationalen Unterschieden ähnliche Umgangsformen. Es gelten die allgemein üblichen Höflichkeitsregeln.

Kommunikation

Sprache

Dolmetscher und Übersetzer können gebucht werden.

Vorbereitung auf die erste Begegnung

Terminabsprachen

Geschäftliche Termine sollten vereinbart und lange im Voraus geplant werden. Man sollte sich die vereinbarten Gespräche bestätigen lassen.

Visitenkarten

Visitenkarten sind üblich.

Kleidung

Die Kleidung sollte eher zurückhaltend, konservativ sein. Zu bestimmten Anlässen und in teuren Restaurants, Hotels, Kasinos und Clubs wird elegante Kleidung erwartet.

Badekleidung gehört an den Strand.

Bei Geschäftsbeziehungen ist die Kleidung formell und gepflegt. Anzug mit Krawatte bzw. für Frauen ein Kostüm sind Pflicht.

Begegnung/Verhandlungen

Zeitverständnis

Pünktlichkeit wird erwartet. In den meisten osteuropäischen Ländern sollte man genügend Zeit zur Abwicklung der Geschäfte einplanen.

Titel

Titel sollten verwendet werden.

Begrüßung

Man begrüßt und verabschiedet sich mit Handschlag. Frauen werden zum Teil mit Handkuss begrüßt.

Tischetikette

Besucher oder Geschäftspartner werden gern zum Essen in ein Restaurant eingeladen. Oft wird der Gast auch bereits nach kurzer Bekanntschaft nach Hause eingeladen. Die Gastgeber freuen sich über kleine Geschenke wie Pralinen und eine Flasche Wein.

Rauchen

Rauchen ist in öffentlichen Verkehrsmitteln, vielen öffentlichen Gebäuden, Theatern und Kinos nicht erlaubt. Nichtraucherzeichen sollten eingehalten werden.

Landesspezifisches

Mit dem Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft hat sich das Geschäftsgebaren in Polen erheblich verändert. Standen früher planwirtschaftliche Aspekte im Mittelpunkt, geht es heute auch in Polen um Umsatz und Rendite. Langsam passt sich das Verhalten und Denken der Geschäftsleute in Polen an die geänderten Bedingungen an. Junge Geschäftsleute, die oft in Großbritannien oder den USA ausgebildet wurden, sind mit diesen Geschäftspraktiken aufgewachsen, während ältere Manager noch in der Planwirtschaft groß geworden sind. Für deutsche Geschäftsleute heißt es sich auf die jeweiligen Gesprächspartner einzustellen. Für Deutschland ist Polen ein wichtiger Handelspartner - zahlreiche deutsche Unternehmen sind in Polen vertreten.

Polen betrachten sich nicht als Ost-, sondern als Mitteleuropäer.

Es gibt große Unterschiede zwischen dem Stadt- und dem Landleben. Die ländliche Bevölkerung ist wesentlich traditioneller eingestellt.

Der Katholizismus spielt noch immer eine wichtige Rolle im Leben der Polen - etwa 90 Prozent der Bevölkerung gehören der katholischen Kirche an. Man ist stolz auf den polnischen Papst, das eigene Land und die wirtschaftlichen Leistungen.

Polen sind höflich, kommen aber schnell auf den Punkt. Die Gespräche verlaufen sachlich, nüchtern und zielorientiert. Flexibilität kann dabei nicht unbedingt erwartet werden. Langsam arbeitende Behörden verstärken die oft zeitaufwändigen Prozesse noch. Genehmigungen und Lizenzen lassen oft lange auf sich warten.

Eine Agenda, die Punkt für Punkt abgearbeitet wird, gibt es oft nicht.

Im Geschäftsleben wird häufig Deutsch oder Englisch gesprochen. Es empfiehlt sich aber bei schwierigen Sachverhalten einen Dolmetscher einzuschalten.

Eine detaillierte Dokumentation des Gesprächs- und Verhandlungsverlaufs wird empfohlen. Nachdem Vereinbarungen getroffen wurden, sollten diese sofort in einem Protokoll erfasst werden.

Die Einhaltung der Etikette sowie höfliche und herzliche Umgangsformen sind charakteristisch.

Männer begrüßen sich mit Handschlag. Als Frau kann es passieren, dass man zur Begrüßung auf die Hand geküsst wird. Besonders gegenüber älteren Damen, denen man die Ehre erweisen will, ist ein Handkuss empfehlenswert. Unter Freundinnen ist es üblich, sich auf die Wange zu küssen, und zwar nach polnischer Tradition dreimal.

Die Anrede erfolgt mit dem Nachnamen. Auf Titel und Positionen wird Wert gelegt. In Polen hat sich die Liebe für Titel, Handkuss sowie die elegante Verbeugung erhalten. Hier darf Frau ganz Dame sein.

In Kleiderfragen ist man in Polen etwas förmlicher als in Deutschland. Gerade im Restaurant wird häufig elegante Kleidung erwartet. Frauen kleiden sich gern elegant und betonen ihre Weiblichkeit. Der Kleidungsstil ist in den letzten Jahren legerer geworden.

Pünktlichkeit wird beruflich wie privat geschätzt. Langfristige Planungen werden aber oft nicht so genau genommen. Da kann die Frist schon einmal nach eigenem Ermessen ausgedehnt werden, ohne den Geschäftspartner davon zu informieren.

Die in Deutschland übliche Trennung zwischen Berufs- und Privatleben existiert in Polen nicht. Die Vorgesetzten fühlen sich für ihre Mitarbeiter verantwortlich.

In Polen wird zu anderen Zeiten gegessen. Es gibt, besonders bei Angestellten in staatlichen Organen keine Mittagspause. Erst am Nachmittag oder Abend wird richtig gegessen. Deshalb Vorsicht bei Einladungen: Wenn man in Deutschland um 15 Uhr auf Kaffee und Kuchen wartet, muss man in Polen damit rechnen, zu einem umfangreichen Mittagessen eingeladen zu werden.

Gute Beziehungen werden als Voraussetzung für eine professionelle Zusammenarbeit gesehen. Man sollte genug Zeit einplanen um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Dieses geschieht auch mit häufigen Restaurantbesuchen.

In Polen ist es üblich, persönliche Beziehungen durch Einladungen nach Hause zu pflegen. Es wird auch in Privathäusern üppig aufgetischt und negativ vermerkt, wenn der Gast ablehnt. Man sollte deshalb von jeder Speise wenigstens einmal probieren und loben was einem schmeckt.

Bei Einladungen ist es üblich, nicht ganz pünktlich zu kommen. Es ist auch ratsam ein Geschenk mitzubringen. Beliebt sind Mitbringsel aus Deutschland. Aber auch Blumen in ungerader Zahl oder eine Flasche Wein werden gern gesehen. Einige Blumen haben in Polen eine besondere Bedeutung. Rote Rosen beispielsweise bedeuten, dass man die beschenkte Person lieb hat. Chrysanthemen und Lilien symbolisieren Trauer. Nelken erinnern an die jüngste Geschichte, weil sie in den Zeiten des Kommunismus fast die einzigen erhältlichen Blumen waren. Sie sind daher nicht so beliebt und werden selten überreicht. Es gehört sich nicht, die Blumen im Papier zu übergeben. Das Papier darf man aber in Anwesenheit des Gastgebers entfernen. Als elegant gelten Schnittblumen.

In Polen erhält manchmal der Gast sogar ein Geschenk.

Mit kirchlichen und nationalen Themen sollte man zurückhaltend sein. Private Belange bieten häufig ergiebigen Gesprächsstoff.

Vertretungen im Reiseland

Von Deutschland

Städtenamen (deutsch/polnisch): Allenstein = Olsztyn, Bydgoszcz = Blomberg, Gdansk = Danzig, Gliwice = Gleiwitz, Kraków = Krakau, Lodz = Lodsch, Olsztyn = Allenstein, Opole = Oppeln, Poznan = Posen, Szczecin = Stettin, Warszawa = Warschau, Wroclaw = Breslau.

Ambasada Republiki Federalnej Niemiec (Botschaft der Bundesrepublik Deutschland), Warszawa

ul. Jazdów 12
00-467
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Fax:(0048) 22 584 17 39
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Konsulat Generalny Republiki Federalnej Niemiec (Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland), Gdansk

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80-219
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Amtsbezirk: Woiwodschaften Pommern, Ermland-Masuren und Kujawien-Pommern sowie die Westpommern und aus der Woiwodschaft Großpolen die Kreise Kolmar, Scharnikau, Schneidemühl, Wongowitz und Flatow Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Warszawa
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Amtsbezirk: Woidwodschaft Schlesien Übergeordnete Auslandsvertretung: Konsulat Wroclaw
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Amtsbezirk: Woiwodschaften Heiligkreuz, Vorkarpaten und Kleinpolen Übergeordnete Auslandsvertretung: Warszawa
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Amtsbezirk: Woiwodschaft Lodz Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Warszawa
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20-111
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Fax:(0048) 81 528 53 04
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Amtsbezirk: Woiwodschaft Lublin Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Warszawa
Konsulat Honorowy Republiki Federalnej Niemiec (Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland), Olsztyn

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10-545
(0048) 89 527 70 90
Fax:(0048) 89 535 50 55
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Amtsbezirk: Woiwodschaft Ermland-Masuren Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Danzig

Vizekonsulat (als Außenstelle des Generalkonsulats Wroclaw):

Konsulat Republiki Federalnej Niemiec (Konsulat der Bundesrepublik Deutschland), Opole

ul. Strzelców Bytomskich 11
45-084
(0048) 77 423 27 20
Fax:(0048) 77 453 19 63
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Homepage:
Amtsbezirk: Woiwodschaften Oppeln und Schlesien
Konsulat Honorowy Republiki Federalnej Niemiec (Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland), Poznan

ul. Illakowiczówny 11
60-789
(0048) 618 50 19 26
Fax:(0048) 618 50 19 27
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Amtsbezirk: Woiwodschaft Großpolen; jedoch nicht die Landkreise Flatow (Zlotów), Schneidemühl (Pila), Chodziez, Charuków, Wagroviec. Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Wroclaw
Konsulat Honorowy Republiki Federalnej Niemiec (Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland), Rzeszów

ul. Podwislocze 22a
35-309
(0048) 17 850 37 06
Fax:(0048) 17 850 37 11
E-mail:rzeszow@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Woiwodschaft Vorkarpaten Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Krakau
Konsulat Generalny Republiki Federalnej Niemiec (Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland), Wroclaw

ul. Podwale 76
50-449
(0048) 71 377 27 00
Fax:(0048) 71 342 41 14
E-mail:info@breslau.diplo.de
Homepage:
Amtsbezirk: Woiwodschaften Niederschlesien, Oppeln, Schlesien Lebuser Land, Großpolen; jedoch nicht die Landkreise Flatow, Schneidemühl, Kolmar, Scharnikau und Wongrowitz

Von Österreich

Austriacki Ambasada (Österreichische Botschaft), Warszawa

ul. Gagarina 34
00-748
(0048) 22 841 00 81/82/83/84
Fax:(0048) 22 841 00 85
E-mail:warschau-ob@bmeia.gv.at
Homepage:

(außerdem gibt es Konsulate ohne Pass- und Visabefugnis in Lodz, Gdansk, Krakow und Wroclaw)

Der Schweiz

Schweizerische Botschaft, Warszawa

Aleje Ujazdowskie 27
00-540
(0048) 22 628 04 81/82
Fax:(0048) 22 621 05 48
E-mail:var.vertretung@eda.admin.ch
Homepage:
Währung

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Zollbestimmungen

Hinweise

Im Folgenden sind die Zollbestimmungen des Reiselandes dargestellt. Bei der Rückreise sind außerdem die Zollbestimmungen des Herkunftslandes zu beachten.

HINWEIS für die Einreise in EU-Länder: Im Zusammenhang mit der Geflügelpest ist die Einfuhr von Ziervögeln, Geflügel, Geflügelfleisch, Geflügelfleischprodukten, Eiern, Federn u.Ä. aus Hongkong, Indonesien, Israel, Kambodscha, Kasachstan, Korea-Nord, Kroatien, Laos, Malaysia, Pakistan, Russische Föderation, Thailand, Türkei, Ukraine, Vietnam und der Volksrepublik China verboten.

Reisegut-EU

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 18 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für alkoholische Getränke und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei (Angaben pro Person):

- für Flug- und Seereisende: 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- bei Einreise auf dem Landweg/Flüssen/mit dem Zug: 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Rauchtabak;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Taffia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 16 Liter Bier;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro bei Einreise auf dem Landweg/Flüssen/mit dem Zug oder 430 Euro für Flug- und Seereisende; jeweils 175 Euro für Reisende unter 15 Jahren.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Außerdem dürfen bis zu 10 l Treibstoff in Reservekanistern eingeführt werden.

Besonders WERTVOLLE GEGENSTÄNDE sollten, zur Vermeidung von Problemen bei der Ausreise, bei der Einreise schriftlich deklariert und vom Zoll abgestempelt werden. Außerdem sollte bei älteren Gegenständen, z.B. Musikinstrumenten, der Kaufbeleg oder ein Zertifikat über das Eigentum mitgeführt werden.

Die AUSFUHR von Kunstwerken, Antiquitäten, Büchern und Gegenständen, die vor dem 9. Mai 1945 hergestellt wurden, ist nur mit Genehmigung des Denkmalkonservators der jeweiligen Woiwodschaft bzw. der Nationalbibliothek in Warszawa möglich.

Lebende Tiere

Hunde und Katzen

Im privaten Reiseverkehr innerhalb der Europäischen Union ist bei der Mitnahme von Hunden und Katzen (maximal 5 Tiere, bei Tieren unter 3 Monaten bitte bei der zuständigen Vertretung Erkundigungen einholen) der "EU-Heimtierausweis" mitzuführen, der von Tierärzten mit behördlicher Ermächtigung ausgestellt wird.

Der Ausweis muss Angaben zum Besitzer enthalten und dem Tier eindeutig zugeordnet werden können, das heißt, das Tier muss durch Mikrochip identifizierbar und die Kennzeichnungs-Nr. im Ausweis eingetragen sein. Weiterhin muss durch den Heimtierausweis ein gültiger Tollwutschutz nachgewiesen werden. Die Erstimpfung muss mindestens 21 Tage zurückliegen. Wiederholungsimpfungen müssen in den Zeiträumen durchgeführt worden sein, die der Hersteller des Impfstoffes vorsieht. (Für die Einreise nach Großbritannien, in die Rep. Irland, nach Malta und Schweden gelten schärfere Vorschriften.)

Bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern, die einen anderen Tollwutstatus haben, müssen weitere Anforderungen (z.B. eine Blutuntersuchung auf Antikörper gegen Tollwut) beachtet werden; dies gilt auch, wenn ein aus der EU stammendes Tier nach einem Aufenthalt/Urlaub in einem Drittland wieder in die EU zurückgebracht werden soll. Weitere Infos erteilen das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (Homepage: www.bmel.de) und die Tierärzte.

Zusätzliche Auskünfte

Spezielle Informationen sind bei der Botschaft der Republik Polen in Berlin erhältlich.

Pflanzen und Lebensmittel

Erforderlich für die Einfuhr von Pflanzen ist:

- Importlizenz des Polnischen Landwirtschaftsministeriums;

- Pflanzengesundheitszeugnis, das bestätigt, dass Pflanzen und das Verpackungsmaterial frei sind von einschlägigen Pflanzenkrankheiten.

Nach Ankunft in Polen findet eine Gesundheitsuntersuchung statt.

Umzugsgut

Für die Mitnahme derartiger Güter bestehen innerhalb der EU keine Einfuhrbeschränkungen.

Bezüglich der Mitnahme von Zigaretten, Spirituosen und Wein gelten jedoch die Bestimmungen gemäß Abschnitt "Reisegut".