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Fahnen in Europa

Nützliches und Interessantes

Reiseinformationen Zypern


Informationen zu Einreisebestimmungen sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise finden Sie auf den Seiten des auswärtigen Amts. Für Personen mit anderer als der deutschen Staatsangehörigkeit gelten abweichende Einreisebestimmungen. Detaillierte Informationen zur Einreise erhalten Sie bei den entsprechenden Botschaften.

LAnd und Leute

Lage

Die Inselrepublik Zypern liegt südlich der Türkei im östlichen Mittelmeer vor der kleinasiatischen Küste, 95 km westlich von Syrien, 75 km südlich der Türkei, 325 km nördlich von Ägypten und 400 km östlich der griechischen Inseln. Zypern ist Mitglied des Commonwealth of Nations.

Seit 1974 ist Zypern eine geteilte Nation, der nördliche Teil ("Türkische Republik Nordzypern") steht unter türkischer Verwaltung und ist international nicht anerkannt. Die Zuständigkeit der Behörden der international anerkannten Republik Zypern ist deswegen faktisch auf den Südteil der Insel beschränkt.

Fläche: 9.251 km², davon entfallen 3.355 km² auf den türkisch-zypriotischen Teil.

Verwaltungsstruktur: 6 Distrikte (Famagusta, Kyrenia, Larnaca, Limassol, Nicosia, Paphos); Kyrenia und Famagusta sind besetzte Gebiete im nördlichen Teil Zyperns.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 840.400

Städte:
Lefkosia (früher Nicosia - Hauptstadt, zurzeit geteilt) ca. 276.400
Limassol ca. 235.000
Larnaca ca. 72.000
Paphos ca. 66.000

Sprache

Die Landessprache ist Griechisch (Türkisch im Nordteil der Insel), des Weiteren ist Englisch als Verkehrssprache im Gebrauch. In Hotels, Restaurants und Geschäften sprechen viele Zyprer auch Deutsch, Französisch und Italienisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde.

Da auch in Zypern die Sommerzeit gilt, bleibt der Abstand zur MEZ gleich.

Klima

Klimainformationen

Klimatisch gehört Zypern zu den wärmsten Gebieten des Mittelmeerraums. Den größten Teil des Jahres hindurch scheint die Sonne - Zypern hat bis zu 320 Sonnentage Jahr - , von Mai bis September gibt es nur selten Regen. Juli und August sind die heißesten Monate mit maximalen Tagestemperaturen von ca. 33°C.

Winterliche Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind im Flachland eine Seltenheit, doch ist das Troodos-Gebirge einige Monate von Schnee bedeckt.

Beste Reisezeit

Am besten bereist man Zypern von April bis Oktober. Wer Hitze nicht gut verträgt, sollte jedoch die besonders heißen Monate Juli und August meiden.

Sehenswertes

Lefkosia (Nikosia)

Die innere Grenze Zyperns verläuft mitten durch die Altstadt der Hauptstadt. Dennoch wurde versucht, die Fußgängerzone auf beiden Seiten attraktiv zu gestalten. Gassen voller Flair laden zum Bummeln ein. Sehenswert sind unter anderem das Leventis-Museum mit Exponaten zur Geschichte der Stadt und das Byzantinische Museum, das über die Entwicklung der Ikonenmalerei informiert und über 150 Ikonen ausstellt. Daneben findet man im Nationalmuseum kostbare archäologische Funde Zyperns, unter anderem 2.000 zum Teil lebensgroße Terrakottafiguren. Im nördlichen Teil Lefkosias hat man vom Minarett der Selimiye-Moschee (ehemalige Spohienkathedrale) einen schönen Überblick über die gesamte Stadt.

Limassol

Die zweitgrößte Stadt Zyperns ist bekannt durch lebenslustige Einwohner und Feste: Weinfest und Karneval. Die vielfach veränderte Burg ist die wichitigste Sehenswürdigkeit der Stadt.

Larnaca

Larnaca ist ein idealer Urlaubsstandort für alle, die einen schönen Sandstrand und gleichzeitig Stadtbummel mit Atmosphäre genießen wollen. Die Altstadt grenzt direkt an die breite Uferpromenade mit hohen Palmen und Straßencafés. Larnaca ist die drittgrößte Stadt Zyperns. Larnaca war schon im zweiten Jahrtausend v. Chr. eine bedeutende Siedlung. Im ersten Jahrhundert n. Chr. entstand hier eine christliche Gemeinde, deren erster Bischof der durch Christus von den Toten erweckte Lazarus gewesen sein soll. Im 18. und 19. Jahrhundert war Larnaca der wichtigste Handelshafen der Insel.

Ein Stadtspaziergang dauert circa eine Stunde. Im empfehlenswerten Pierides-Museum findet man in einer Privatsammlung Exponate, die Einblick in den Lebensstil um die Jahrhundertwende gewähren. Das große Volksfest zu Pfingsten ist Kataklysmos, an dem eine Woche lang gefeiert wird.

Paphos

Paphos ist eine Stadt, die in eine Oberstadt sowie eine Unterstadt geteilt ist. In der Unterstadt liegen die Ausgrabungsstätten. Nordwestlich des Hafens wurden in einer Ruinenstadt Mosaikbilder freigelegt, die zu den wichtigsten Sehenswürdikeiten Zypern gehören und als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft wurden. Besonders schön sind die Szenen im Haus des Dionysos, im Haus des Theseus oder im Haus des Aion. Zum Teil mischen sich hier Motive der griechischen Mythologie mit frühchristilichen Themen. Etwas abseits liegen die sogenannten Königsgräber. Einige der Gräber der Oberschicht imitieren Villen der Lebenden.

Famagusta

Famagusta hatte seine Blütezeit im 13. Jahrhundert als Drehscheibe des Handels zwischen Orient und Okzident. Viele christliche Gemeinschaften und reiche Kaufleute trugen zum Bau vieler Kichen bei. Famagusta liegt im Nordosten Zyperns und ist seit der Teilung der Insel stark verändert. Der Stadtteil Varosha, früher Standort vieler Hotels, ist unbewohnt und vom Militär kontrolliert. Hauptattraktion der fast unveränderten Altstadt sind die vielen sakralen Bauten sowie die Befestigungen. Dazu bietet sich den Urlaubern ein eher ruhiges Stadtbild und ausgedehnte Sandstrände im Norden der Stadt. In der nahen Ausgrabungsstätte Salamis wohnten zur Blütezeit bis zu 120.000 Menschen. Salamis wurde im siebten Jahrhundert aufgegeben. Die Sehenswürdigkeiten sind weit verstreut, bei Zeitmangel kann man sich auf das römische Gymnasium, die Termen und das Theater beschränken.

Girne

Vermutlich wurde die Stadt Kyrenia im heutigen Nordteil des Landes bereits im zehnten Jahrhundert v. Chr. gegründet. Die Festung der Stadt ist das am besten erhaltenen Kastell Zyperns.

Die nahe Bergfeste St. Hilarion gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Zyperns. Die Ritterburg scheint direkt aus den schroffen Kalkfelsen des Kyrenia-Gebirges zu wachsen. Am schönsten ist ein Besuch in der Vormittagsstimmung.

Die Abtei Bellapais wurde 1205 von Augustinermönchen gegründet. Im Stil der nordfranzösischen Gotik fügt sich der Konvent gut in die von Olibvenhainen, Zypressen und Dattelpalmen geprägte Umgebung ein.

Agia Napa

Diese Region gehört in der Hauptsaison zu den meistbesuchten Gebieten Zyperns - dank ausgedehnter Sandstrände. In Agia Napa hat sich nach der Teilung Zyperns das wichtigste Hotelzentrum Zyperns aufgebaut. Der gesamte Ort lebt inzwischen vom Fremdenverkehr und ist vollständig auf die Vergnügungen der Urlauber eingestellt. Inmitten des Ortes steht das Kloster, in dem eine beschauliche ökumenische Begegnungsstätte eingerichtet wurde.

Tróohdhos-Gebirge

Das Tróodhos-Gebirge ist weder ein wildes noch ein liebliches Gebirge. Der Wald ist dicht, die Straßen sind gut, die Hänge sind schroff, das Land einsam, die Dörfer weit entfernt. Uralte Klöster verstecken sich unter mächtigen Scheunendächern. Die Fresken dieser verborgenen Schätze strahlen in überwältigenden Farben. Viele der winzigen Dörfer des Gebirges gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Winter können einige Straßen wegen Schneefalls, Erdrutschgefahren und reißenden Bächen gesperrt sein. Ideal ist eine Fahrt ins Gebirge im Sommer, da es hier selten über 30 Grad Celsius warm wird. Gerade wegen der milden Temperaturen im Sommer ist das Gebirge zum Wandern gut geeignet. Der Ort Pedhulás ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Die Fremdenverkehrszentrale Zypern hält einen Wanderführer bereit.

Die Anlage des Klosters Kýkko vermittelt einen guten Eindruck eines lebendigen orthodoxen Konventes, kunstgeschichtliche Besonderheiten dürfen allerdings nicht erwartet werden. Bemerkenswert ist eine Marien-Ikone, die der Evangelist Lukas selber gemalt haben soll. Kýkko ist das reichste Kloster Zyperns und ist Ziel vieler Touristen. Auch Bustouren werden in Kýkko gerne gesehen - man ist entspechend auf Andrang vorbereitet mit Restaurants, Parkplätzen und Andenkenläden. Oberhalb des Klosters liegt, gut zu Fuß erreichbar, die Ruhestätte Makários III. (Präsident Zyperns, Erzbischof der Insel, zeitweise Mönch von Kýkko). Kurz vor dem Grab hängen in den Bäumen Stofffetzen links und rechts des Fußweges, die Zeichen der Trauer und der Verehrung für den Verstorbenen sind.

Verhaltenshinweise

Landesspezifisches

Die Zyprioten sind stolz auf ihre mehr als 8000-jährige Geschichte.

Durch die britische Geschichte der Insel ist der Einfluss englischer Lebensart bis heute spürbar.

Familie, Tradition und Religion haben bei der überwiegend griechisch-orthodoxen Bevölkerung Zyperns einen hohen Stellenwert. Vor allem die Namenstage der unzähligen Heiligen werden ausgiebig gefeiert.

Das Händeschütteln zur Begrüßung ist zumindest im südlichen, griechischen Teil der Insel weniger verbreitet. Im Norden hingegen ist die Geste selbstverständlich.

Legere Kleidung ist überall in Zypern richtig. Kurze Hosen männlicher Urlauber werden aber als lächerlich empfunden. In sehr guten Hotels wird von den Herren am Abend ein Jackett und Krawatte erwartet.

Beim Besuch von Klöstern, Kirchen und Moscheen wird "keusche" Bekleidung erwartet. Die Schultern sollten bedeckt sein und keine Shorts und Miniröcke getragen werden.

Unmittelbar vor der Ikonostase wendet man dieser nicht den Rücken zu.

Der Raum dahinter ist den Priestern vorbehalten.

Die Zyprioten geben gerne und laden gern zum Essen oder einem Glas Wein ein.

Das Ablehnen eines griechischen Kaffees oder eines Erfrischungsgetränks wird als unhöflich empfunden. Das Annehmen der angebotenen Speise oder Getränke zeigt dagegen, dass man die Gastfreundschaft annimmt und wertschätzt. Man sollte eine Einladung zu einem gemeinsamen Essen abwarten, und erst dann eine Gegeneinladung aussprechen.

Gastgeschenke bei gegenseitigen Besuchen sind gern gesehen.

Den Zyprioten wird Fleiß und eine zurückhaltende, gelassene Freundlichkeit nachgesagt. Trotz der Nähe zum Orient ist das Feilschen beim Einkaufen nicht üblich.

In den antiken Stätte ist es verboten, Steine oder andere Gegenstände mitzunehmen und seine Butterbrote zu verzehren.

Die Diskussion über das Zypern-Problem ist ein heikles Terrain.